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Steuerberatung

Bundestag beschließt Inflationsausgleichsgesetz

Der Bun­des­tag hat am 10.11.2022 das In­fla­ti­ons­aus­gleichs­ge­setz be­schlos­sen, das insb. Steu­er­ent­las­tun­gen durch eine An­pas­sung des Ein­kom­men­steu­er­ta­rifs be­inhal­tet.

Dazu wurde der ur­sprüng­li­che Ge­setz­ent­wurf als Re­ak­tion auf den am 02.11.2022 be­schlos­se­nen 14. Exis­tenz­mi­ni­mum­be­richt und den am sel­ben Tag vor­ge­leg­ten 5. Steu­er­pro­gres­si­ons­be­richt der Bun­des­re­gie­rung durch die Be­schluss­emp­feh­lung des Fi­nanz­aus­schus­ses des Bun­des­tags vom 09.11.2022 noch­mals nach­ge­bes­sert. Kon­kret be­schloss der Bun­des­tag u. a. fol­gende Ände­run­gen:

  • Erhöhung des Grund­frei­be­trags von bis­her 10.347 Euro auf 10.908 Euro zum 01.01.2023 und auf 11.604 Euro zum 01.01.2024,
  • Ver­schie­bung der Ta­ri­feck­werte des Ein­kom­men­steu­er­ta­rifs, so dass z. B. der Spit­zen­steu­er­satz von 42 % in 2023 ab einem zu ver­steu­ern­den Ein­kom­men von 62.810 Euro und in 2024 ab 66.761 Euro greift (bis­her 58.597 Euro),
  • schritt­weise An­he­bung des Kin­der­frei­be­trags von bis­her 2.730 Euro rück­wir­kend für 2022 auf 2.810 Euro, in 2023 auf 3.012 Euro und in 2024 auf 3.192 Euro,
  • An­he­bung des Kin­der­gelds ab 01.01.2023 auf mo­nat­lich 250 Euro für je­des Kind (bis­lang 219 Euro für das er­ste und zweite, 225 Euro für das dritte und 250 Euro für je­des wei­tere Kind),
  • Rück­wir­kende Erhöhung des Un­ter­haltshöchst­be­trags ab 2022 je­weils auf die Höhe des Grund­frei­be­trags (bis­her 9.984 Euro),
  • stu­fen­weise An­pas­sung der Frei­grenze beim So­li­da­ritätszu­schlag für 2023 und 2024.

Hin­weis: Der Bun­des­rat wird vor­aus­sicht­lich am 25.11.2022 über die er­for­der­li­che Zu­stim­mung zu dem Ge­setz be­schließen (s. dazu Be­schluss­emp­feh­lung der Aus­schüsse des Bun­des­rats vom 14.11.2022).

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