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Steuerberatung

Modernisierte Antidumping- und Antisubventionsvorschriften

Mit neuen han­dels­po­li­ti­schen Schutzmaßnah­men­kann die EU in ei­ni­gen Fällen höhere Zölle einführen

Mit den neuen han­dels­po­li­ti­schen Schutzmaßnah­men, die am 8.6.2018 in Kraft tre­ten, wird es der EU ermöglicht, durch eine Verände­rung der „Re­gel des nied­ri­ge­ren Zolls“ in ei­ni­gen Fällen höhere Zölle ein­zuführen. Das gilt so­wohl für alle An­ti­sub­ven­ti­onsfälle als auch für An­ti­dum­pingfälle, wenn Wa­ren ein­geführt wer­den, bei de­ren Pro­duk­tion Roh­stoffe und En­er­gie mit künst­lich nied­rig ge­hal­te­nen Prei­sen ein­ge­setzt wur­den.

Fer­ner wird mit der Mo­der­ni­sie­rung der der­zeit vor­ge­se­hene Un­ter­su­chungs­zeit­raum von neun Mo­na­ten für die Einführung vorläufi­ger Maßnah­men auf sie­ben Mo­nate verkürzt. Da­mit wird das Ver­fah­ren be­schleu­nigt und die Be­re­chen­bar­keit des Sys­tems für Un­ter­neh­men trans­pa­ren­ter ge­stal­tet. Dank ei­nes Frühwarn­sys­tems wird es den Un­ter­neh­men möglich sein, sich vor der Einführung vorläufi­ger Zölle auf die neue Si­tua­tion ein­zu­stel­len. Klei­nere und mitt­lere Un­ter­neh­men wer­den von der EU- Kom­mis­sion mit einem spe­zi­el­len „KMU Help­desk“ un­terstützt.

Außer­dem soll bei der Be­rech­nung der Höhe der ein­zuführen­den Zölle den an­ge­wand­ten ho­hen Um­welt- und So­zi­al­stan­dards Gel­tung ver­schafft wer­den. Die Kom­mis­sion wird im Zuge ih­rer Un­ter­su­chun­gen  auch die Kos­ten für die Ein­hal­tung der Um­welt- und So­zi­al­vor­schrif­ten der EU berück­sich­ti­gen. Darüber hin­aus wird die Kom­mis­sion ge­ne­rell keine Preis­ver­pflich­tun­gen von Ländern ak­zep­tie­ren, die be­kann­termaßen die Ker­nar­beits­nor­men der In­ter­na­tio­na­len Ar­beits­or­ga­ni­sa­tion und Um­welt­schutzübe­reinkünfte nur man­gel­haft um­set­zen.

Alle neu ein­ge­lei­te­ten Un­ter­su­chun­gen un­ter­lie­gen nun den mo­der­ni­sier­ten An­ti­dum­ping- und An­ti­sub­ven­ti­ons­vor­schrif­ten.

Ins­be­son­dere die Stahl­in­dus­trie hatte in der Ver­gan­gen­heit stark auf die kon­se­quen­tere und zeit­nahe An­wen­dung von Han­dels­schutz­in­stru­men­ta­rien gedrängt.

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