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Steuerberatung

Mahlzeitengestellung auch bei finanzieller Beteiligung des Arbeitnehmers

Pauschalen für Verpflegungsmehraufwand sind bei Arbeitnehmern zu kürzen, wenn sie vom Arbeitgeber Mahlzeiten zur Verfügung gestellt bekommen. Dies gilt auch, wenn der Arbeitnehmer sich finanziell an der Beschaffung der Lebensmittel beteiligt.

Das FG Nie­der­sach­sen hat mit Urteil vom 27.11.2019 (Az. 1 K 167/17, EFG 2020, S. 438) ent­schie­den, dass Pau­scha­len für Verpf­le­gungs­mehr­auf­wand auch zu kür­zen sind, wenn ein Ver­ein zwi­schen­ge­schal­tet wird, der die Verpf­le­gung über­nimmt und an dem sich die Arbeit­neh­mer mit einer Ein­lage betei­li­gen kön­nen. Im Streit­fall ging es um die Verpf­le­gung auf einem Schiff, an der sich die Besat­zungs­mit­g­lie­der über einen Ver­ein finan­zi­ell betei­lig­ten und im Gegen­zug die Mahl­zei­ten zu einem ver­güns­tig­ten Preis erhiel­ten.

Da der Arbeit­ge­ber alle zur Verpf­le­gung not­wen­di­gen Kos­ten trug (bspw. die Kos­ten für den Schiffs­koch) und die Räum­lich­kei­ten zur Ver­fü­gung stellte, gin­gen die Finanz­rich­ter von einer Mahl­zei­ten­ge­stel­lung durch den Arbeit­ge­ber aus, zu dem die Arbeit­neh­mer mit ihren Ver­eins­bei­trä­gen ledig­lich eine Zah­lung leis­ten. Dem­ent­sp­re­chend waren die Verpf­le­gungs­mehr­auf­wands­pau­scha­len für den kla­gen­den Arbeit­neh­mer voll­stän­dig zu kür­zen.

Hin­weis

Das Urteil ist rechts­kräf­tig.

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