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Steuerberatung

Kaufpreisaufteilung auf Grund und Gebäude

Entspricht die vertragliche Aufteilung eines Grundstückskaufpreises nicht den tatsächlichen Wertverhältnissen und erscheint damit wirtschaftlich nicht haltbar, kann zur Bestimmung des Gebäudeanteils als AfA-Bemessungsgrundlage die Aufteilung nicht durch die Arbeitshilfe des BMF ersetzt werden.

Laut Urteil des BFH vom 21.7.2020 (Az. IX R 26/19) gewähr­leis­tet die durch das BMF auf sei­ner Inter­net­seite bereit­ge­s­tellte „Arbeits­hilfe zur Auf­tei­lung eines Gesamt­kauf­p­rei­ses für ein bebau­tes Grund­stück (Kauf­p­reis­auf­tei­lung)" nicht die von der Recht­sp­re­chung gefor­derte Auf­tei­lung nach den rea­len Ver­kehrs­wer­ten von Grund und Gebäude. Denn die Arbeits­hilfe ver­engte die zur Ver­fü­gung ste­hen­den Bewer­tungs­ver­fah­ren auf das (ver­ein­fachte) Sach­wert­ver­fah­ren. Auch würde kein sog. Orts- oder Regio­na­li­sie­rungs­fak­tor berück­sich­tigt. Die feh­lende Berück­sich­ti­gung loka­ler Gege­ben­hei­ten bei der Ermitt­lung des Gebäu­de­werts führe insb. in Groß­s­täd­ten mit hohen Boden­richt­wer­ten zu einem über­pro­por­tio­na­len Anteil des Grund und Bodens.

Hin­weis

Das Ver­fah­ren wurde an das FG zurück­ver­wie­sen. Die­ses hat, sofern es nicht aus­nahms­weise selbst über die nöt­ige Sach­kunde ver­fügt, das Gut­ach­ten eines Grund­stücks­sach­ver­stän­di­gen ein­zu­ho­len.

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