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Wirtschaftsprüfung

IASB veröffentlicht Entwurf für Änderungen an IAS 12 „Ertragsteuern“

Am 17.7.2019 hat das IASB ED/2019/5 „Latente Steuern in Bezug auf Vermögenswerte und Schulden, die aus einer einheitlichen Transaktion resultieren” veröffentlicht.

Die vor­ge­schla­ge­nen Ände­run­gen gehen zurück auf eine Anfrage an das IFRS IC, ob die soge­nannte „Ini­tial Recogni­tion Excep­ti­on“ gemäß IAS 12.15 bzw. IAS 12.24 auch auf Trans­ak­tio­nen anzu­wen­den ist, die sowohl zum Ansatz eines Ver­mö­gens­wer­tes als auch einer Schuld füh­ren. Die Fra­ge­stel­lung wurde ins­be­son­dere vor dem Hin­ter­grund der Bilan­zie­rung von laten­ten Steu­ern auf tem­poräre Dif­fe­ren­zen aus Lea­sing­ver­hält­nis­sen gemäß IFRS 16 an das IASB her­an­ge­tra­gen. Durch die Erst­an­wen­dung von IFRS 16 hat die­ses Thema erheb­lich an Rele­vanz gewon­nen.

Gemäß der „Ini­tial Recogni­tion Excep­ti­on“ besteht für latente Steu­ern auf tem­poräre Dif­fe­ren­zen u.a. dann ein Ansatz­ver­bot, wenn diese aus dem erst­ma­li­gen Ansatz eines Ver­mö­gens­wer­tes oder einer Schuld im Rah­men einer Trans­ak­tion resul­tie­ren, diese Trans­ak­tion kei­nen Unter­neh­mens­zu­sam­men­schluss dar­s­tellt und im Zeit­punkt der Durch­füh­rung der Trans­ak­tion weder das zu ver­steu­ernde Ein­kom­men noch das IFRS-Ergeb­nis beein­flus­sen. Das Ansatz­ver­bot gilt sowohl für die Erst- als auch die Fol­ge­bi­lan­zie­rung.

Das IASB schlägt vor, die Excep­tion dahin­ge­hend beg­renzt ein­zu­schrän­ken, dass diese nicht anzu­wen­den ist, wenn im Zeit­punkt der Trans­ak­tion eine zukünf­tig zu ver­steu­ernde und eine­zu­künf­tig abzugs­fähige Dif­fe­renz in glei­cher Höhe ent­ste­hen.

Dies hätte zur Folge, dass auf tem­poräre Dif­fe­ren­zen im Zusam­men­hang mit der Bilan­zie­rung von Lea­sing­ver­hält­nis­sen gemäß IFRS 16 die „Ini­tial Recogni­tion Excep­ti­on“ nicht anzu­wen­den ist, soweit die Dif­fe­ren­zen zum Zeit­punkt der Trans­ak­tion betrags­g­leich sind. Für Abwei­chun­gen der tem­porä­ren Dif­fe­ren­zen, die aus Lea­sing­son­der­zah­lun­gen und anfäng­li­chen direk­ten Kos­ten resul­tie­ren, gilt diese Aus­nahme von der „Ini­tial Recogni­tion Excep­ti­on“ aus­weis­lich der Basis of Con­clu­sion zum Expo­sure Draft jedoch nicht.

Das IASB erbit­tet Stel­lung­nah­men zu dem Ent­wurf bis zum 14.11.2019.

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