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Steuerberatung

Einkommensteuerrechtliche Behandlung von Bonusleistungen der Krankenversicherungen

Die Fi­nanz­ver­wal­tung passt ihre Ausführun­gen zur Berück­sich­ti­gung von Bei­tragsrücker­stat­tun­gen aus Bo­nus­pro­gram­men im Rah­men des Son­der­aus­ga­ben­ab­zugs von Kran­ken­ver­si­che­rungs­beiträgen an die Recht­spre­chung des BFH an.

Bei­tragsrücker­stat­tun­gen der Kran­ken­ver­si­che­rung min­dern die als Son­der­aus­ga­ben ab­zieh­ba­ren Kran­ken­ver­si­che­rungs­beiträge. Zu die­sen Bei­tragsrücker­stat­tun­gen zählen auch Prämi­en­zah­lun­gen und un­ter be­stimm­ten Vor­aus­set­zun­gen Bo­nus­leis­tun­gen der Kran­ken­ver­si­che­run­gen. Mit Schrei­ben vom 16.12.2021 (AZ. IV C 3 - S 2221/20/10012 :002, DStR 2021, S. 2972) hat das BMF seine Auf­fas­sung zur Berück­sich­ti­gung von Bo­nus­leis­tun­gen im Rah­men des Son­der­aus­ga­ben­ab­zugs nun mo­di­fi­ziert. So sind er­stat­tete Kos­ten und Bo­nus­leis­tun­gen für Maßnah­men, die nicht im Ba­sis­kran­ken­ver­si­che­rungs­schutz der ge­setz­li­chen Kran­ken­ver­si­che­rung (GKV) ent­hal­ten sind und vom Ver­si­cher­ten pri­vat fi­nan­ziert wur­den, nicht als Bei­tragsrücker­stat­tung ein­zu­stu­fen. Statt­des­sen han­delt es sich da­bei um eine nicht­steu­er­bare Leis­tung, wel­che die ab­zieh­ba­ren Kran­ken­ver­si­che­rungs­beiträge nicht min­dert. Die Fi­nanz­ver­wal­tung folgt da­mit der Rechts­auf­fas­sung des BFH laut des­sen Ur­teil vom 06.05.2020 (Az. X R 16/18, DStR 2020, S. 1905).

Be­zieht sich der Bo­nus hin­ge­gen auf eine Maßnahme, die vom Ba­sis­kran­ken­ver­si­che­rungs­schutz der GKV um­fasst ist, oder wird die­ser für auf­wands­un­abhängi­ges Ver­hal­ten des Ver­si­cher­ten ge­zahlt, sind die Kran­ken­ver­si­che­rungs­beiträge mit die­ser Er­stat­tung zu ver­rech­nen.

Hin­weis: Da­bei un­ter­stellt das BMF ver­ein­fa­chend, dass Bo­nus­zah­lun­gen bis zu einem Be­trag von 150 Euro pro ver­si­cher­ter Per­son auf Leis­tun­gen der GKV be­ru­hen und so­mit von den Kran­ken­ver­si­che­rungs­beiträgen ab­zu­zie­hen sind. Diese Ver­ein­fa­chungs­re­ge­lung gilt für bis zum 31.12.2023 ge­leis­tete Zah­lun­gen.

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