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Wirtschaftsprüfung

DPR-Prüfungsschwerpunkte für 2021 veröffentlicht

Die Deutsche Prüfungsstelle für Rechnungslegung (DPR) gab am 9.11.2020 ihre Prüfungsschwerpunkte für die Jahresabschlüsse 2020 bekannt.

Die Deut­sche Prü­fungs­s­telle für Rech­nungs­le­gung (DPR) gab am 9.11.2020 ihre Prü­fungs­schwer­punkte für die Jah­res­ab­schlüsse 2020 bekannt.

Die ers­ten vier Prü­fungs­schwer­punkte (IAS 1, IAS 36, IFRS 9 und IFRS 16) sind mit den Prü­fungs­schwer­punk­ten des ESMA iden­tisch:

  • IAS 1 Dar­stel­lung des Jah­res­ab­schlus­ses mit Schwer­punkt auf der Going Con­cern-Annahme, wesent­li­chen Ermes­sens­ent­schei­dun­gen und Schät­zung­s­un­si­cher­hei­ten sowie der Dar­stel­lung von Pos­ten im Zusam­men­hang mit der COVID-19 Pan­de­mie
  • IAS 36 Wert­min­de­rung von Ver­mö­gens­wer­ten, Beur­tei­lung, wie der erziel­bare Betrag von Geschäfts- oder Fir­men­wer­ten, imma­te­ri­el­len und mate­ri­el­len Ver­mö­gens­wer­ten durch die Ver­sch­lech­te­rung der wirt­schaft­li­chen Aus­sich­ten beein­flusst wer­den kann. Die ESMA ist unve­r­än­dert der Mei­nung, dass die nega­ti­ven Aus­wir­kun­gen von COVID-19 einen star­ken Hin­weis dar­auf lie­fern, dass einer oder meh­rere der Wert­min­de­rungs­in­di­ka­to­ren in IAS 36 vor­lie­gen.
  • IFRS 9 Finan­z­in­stru­mente und IFRS 7 Finan­z­in­stru­mente: Anga­ben zu Risi­ken, die sich aus Finan­z­in­stru­men­ten erge­ben, wobei der Schwer­punkt auf dem Liqui­di­täts­ri­siko liegt, sowie spe­zi­fi­sche Über­le­gun­gen zur Anwen­dung von IFRS 9 für Kre­di­t­in­sti­tute bei der Bewer­tung der erwar­te­ten Kre­dit­ver­luste
  • Spe­zi­fi­sche Fra­gen im Zusam­men­hang mit der Anwen­dung von IFRS 16 Lea­sing­ver­hält­nisse, ein­sch­ließ­lich exp­li­zi­ter Anga­ben von Lea­sing­neh­mern, die die Erleich­te­run­gen von „COVID-19 bezo­gene Miet­kon­zes­sio­nen“ (Ände­rung an IFRS 16) ange­wen­det haben.

Des Wei­te­ren wer­den von der DPR noch fol­gende zwei The­men­ge­biete als Prü­fungs­schwer­punkte auf­ge­führt:
  • IAS 24 Anga­ben über Bezie­hun­gen zu nahe­ste­hen­den Unter­neh­men und Per­so­nen,
    insb.
    • Abg­ren­zung/Iden­ti­fi­zie­rung der nahe­ste­hen­den Unter­neh­men und Per­so­nen (IAS 24.9)
    • Anga­ben zum obers­ten beherr­schen­den Unter­neh­men (IAS 24.13)
    • Anga­ben zur Art der Bezie­hung, zur Höhe und zu den Bedin­gun­gen von Geschäfts­vor­fäl­len sowie zu aus­ste­hen­den Sal­den (IAS 24.18)
    • Kate­go­ri­sie­rung der Anga­ben über die Bezie­hun­gen zu nahe­ste­hen­den Unter­neh­men und Per­so­nen (IAS 24.19)
    • Kon­sis­tenz der Anga­ben zum Abhän­gig­keits­be­richt sowie kor­rekte Wie­der­gabe der Schlus­ser­klär­ung (§ 312 Abs. AktG)
  • § 315 HGB Kon­zern­la­ge­be­richt - Risi­kobe­rich­t­er­stat­tung unter Beach­tung der Aus­wir­kun­gen von COVID-19
    • Voll­stän­dig­keit und Ange­mes­sen­heit der Berich­t­er­stat­tung über wesent­li­che Risi­ken (§ 315 Abs. 1 S. 4 HGB), insb. über Ein­zel­ri­si­ken und bestands­ge­fähr­dende Risi­ken (§ 315 Abs. 1 S.4 HGB), Risi­ken aus der Ver­wen­dung von Finan­z­in­stru­men­ten (§ 315 Abs. 2 S. 1 Nr. 1 HGB): Aus­maß von Aus­fall- und Liqui­di­täts­ri­si­ken, Dar­stel­lung und Erläu­te­rung wesent­li­cher finan­zi­el­ler Risi­ken im Zusam­men­hang mit Finan­cial Coven­ants (IFRS 7.18 f. und IFRS 7.31 ff.)
    • Ein­klang zwi­schen Risiko- und Prog­no­se­be­rich­t­er­stat­tung
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