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Wirtschaftsprüfung

Goodwill-Check - Risiken erkennen und managen

In den Bilanzen deutscher Konzerne haben sich u. a. aufgrund des Wegfalls der planmäßigen Abschreibung des Goodwills nach den Grundsätzen der internationalen Rechnungslegung sowie der Zunahme von Unternehmenszukäufen und -übernahmen über die Jahre hohe Summen an Goodwill angesammelt. Demgegenüber wurden Abschreibungen nur in sehr geringem Umfang getätigt.

In den Bilan­zen deut­scher Kon­zerne haben sich u. a. auf­grund des Weg­falls der plan­mä­ß­i­gen Absch­rei­bung des Good­wills nach den Grund­sät­zen der inter­na­tio­na­len Rech­nungs­le­gung sowie der Zunahme von Unter­neh­mens­zu­käu­fen und -über­nah­men über die Jahre hohe Sum­men an Good­will ange­sam­melt. Dem­ge­gen­über wur­den Absch­rei­bun­gen nur in sehr gerin­gem Umfang getä­tigt.

Goodwill-Check - Risiken erkennen und managen © Adobe Stock

Good­will - mög­li­cher Risi­ko­fak­tor in Bilan­zen in Zei­ten von Corona?

Der Good­will gilt schon lange als bilan­zi­el­ler Risi­ko­fak­tor für IFRS-Bilan­zie­rer und steht regel­mä­ßig im Zen­trum der Prü­fun­gen durch die Deut­sche Prüf­s­telle für Rech­nungs­le­gung (DPR). Dabei weist die Kate­go­rie „Unter­neh­men­s­er­werb und -ver­kauf/Good­will“ laut Jah­res­be­richt 2019 der DPR mit­un­ter die höchste Anzahl der Ein­zel­feh­ler auf.

Die Liqui­di­tät von Unter­neh­men steht der­zeit im Fokus: Quar­tals­be­rich­t­er­stat­tun­gen wei­sen infolge der Corona-Pan­de­mie teil­weise hohe Gewinn­ein­brüche auf; bilan­zi­elle Fol­ge­kon­se­qu­en­zen wur­den von Unter­neh­men bis­her weni­ger beleuch­tet.

Durch die Corona-Pan­de­mie wer­den mög­li­cher­weise erheb­li­che Absch­rei­bun­gen auf den Good­will not­wen­dig, die auch das Eigen­ka­pi­tal min­dern und Unter­neh­men in einen Abwärts­stru­del hin­ein­zie­hen könn­ten.

Nicht zuletzt anhand der Rela­tion von Good­will zu Eigen­ka­pi­tal kön­nen Unter­neh­men sch­nell erken­nen, wo poten­zi­elle Risi­ken beste­hen: Denn je höher der Good­will im Ver­hält­nis zum Eigen­ka­pi­tal ist, desto stär­ker wir­ken sich poten­zi­ell not­wen­dige Absch­rei­bun­gen auf das Eigen­ka­pi­tal aus.

Good­will in der Corona-Krise: Her­aus­for­de­run­gen für Unter­neh­men

Ein sofor­ti­ger Nach­frage- oder Preis­rück­gang, rück­läu­fige Ren­ta­bi­li­tät und die vor­über­ge­hende Ein­stel­lung des Geschäfts­be­triebs, aber auch die Aus­wir­kun­gen der ver­rin­ger­ten Wirt­schafts­ak­ti­vi­tä­ten (z.B. Kurz­ar­beit) oder ein Absin­ken der Markt­ka­pi­ta­li­sie­rung (unter den Buch­wert des Net­to­ver­mö­gens) sind Ereig­nisse, die auf eine Wert­min­de­rung hin­deu­ten kön­nen.

Aus die­sem Grund ist in vie­len Fäl­len davon aus­zu­ge­hen, dass auf­grund der Corona-Pan­de­mie regel­mä­ßig Anhalts­punkte (Impair­ment-Trig­ger) für eine Wert­min­de­rung vor­lie­gen und ein Impair­ment-Test nach IAS 36 „Wert­min­de­rung von Ver­mö­gens­wer­ten“ durch­zu­füh­ren ist.

Unter­neh­men soll­ten die Annah­men und Cash­f­low-Prog­no­sen im Rah­men der Durch­füh­rung des Good­will-Impair­ment-Tests aktua­li­sie­ren, die Annah­men zur Her­lei­tung der Kapi­tal­kos­ten doku­men­tie­ren und sicher­s­tel­len, dass sich ange­mes­sene Risi­ken in den erwar­te­ten Cash­f­lows über wahr­schein­lich­keits­ge­wich­tete Sze­na­rien wider­spie­geln. 

Es ist davon aus­zu­ge­hen, dass sowohl die DPR als auch die Wirt­schafts­prü­fer ein beson­de­res Augen­merk auf die Wert­min­de­rung von Ver­mö­gens­wer­ten bzw. auf den Good­will-Impair­ment-Test nach IAS 36 rich­ten wer­den.

Risi­ken erfolg­reich mana­gen mit Unter­stüt­zung von Ebner Stolz: Unsere Vor­ge­hens­weise

Unsere Vorgehensweise

Ihr Nut­zen auf einen Blick

  • Früh­zei­tige Risi­ko­i­den­ti­fi­zie­rung und -kate­go­ri­sie­rung, um Über­ra­schun­gen zum Geschäfts­jah­re­s­ende zu ver­mei­den.
  • Sach­ge­rechte Durch­füh­rung eines Good­will-Impair­ment-Tests inkl. Sen­si­ti­vi­täts­ana­ly­sen bei beste­hen­den Prog­no­se­un­si­cher­hei­ten, Doku­men­ta­tion der Annah­men und der Her­lei­tung der Kapi­tal­kos­ten.
  • Ablei­tung spe­zi­fi­scher Hand­lungs­emp­feh­lun­gen: Früh­zei­tige Bewer­tung und Umset­zung (stra­te­gi­scher) Unter­neh­mens­ent­schei­dun­gen.
  • Schaf­fung von Tran­s­pa­renz für Anteils­eig­ner und Inves­to­ren.
  • Input für umfas­sende Erläu­te­run­gen im Anhang.
  • Frist- und sach­ge­rechte Beant­wor­tung poten­zi­el­ler Fra­ge­stel­lun­gen des Abschluss­prü­fers oder der DPR – ohne zu gro­ßen Zeit­auf­wand.
  • Sicher­stel­lung ange­mes­se­ner Cor­po­rate Govera­nance sowohl des Vor­stands als auch des Auf­sichts­rats.
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