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Verwalter von Wohnungseigentümergemeinschaften bleiben während Corona-Krise im Amt

Das Gesetz zur Abmilderung der Folgen der COVID-19-Pandemie im Zivil-, Insolvenz- und Strafverfahrensrecht sichert den Fortbestand von Wohnungseigentümergemeinschaften: Der zuletzt bestellte Verwalter bleibt im Amt und der zuletzt von den Wohnungseigentümern beschlossene Wirtschaftsplan gilt fort.

Die Schutz­maß­nah­men zur Ver­mei­dung der Aus­b­rei­tung des Coro­na­vi­rus haben auch für Woh­nungs­ei­gen­tü­mer­ge­mein­schaf­ten Fol­gen. Im Moment ist noch nicht abseh­bar, wie lange die COVID-19-Krise eine her­kömm­li­che Beschluss­fas­sung behin­dert. Um die Hand­lungs­fähig­keit von Woh­nungs­ei­gen­tü­mer­ge­mein­schaf­ten den­noch zu gewähr­leis­ten, sieht Arti­kel 2 § 6 des Geset­zes zur Abmil­de­rung der Fol­gen der COVID-19-Pan­de­mie im Zivil-, Insol­venz- und Straf­ver­fah­rens­recht Son­der­re­ge­lun­gen vor.

Ohne diese Son­der­re­ge­lun­gen könn­ten Woh­nungs­ei­gen­tü­mer­ge­mein­schaf­ten füh­rungs­los wer­den, wenn die Amts­zeit des Ver­wal­ters aus­läuft und die Nach­be­set­zung man­gels Beschluss­fas­sung nicht oder nicht recht­zei­tig erfol­gen kann.

Zudem besteht die Gefahr, dass die Finan­zie­rung einer Woh­nungs­ei­gen­tü­mer­ge­mein­schaft nicht mehr sicher­ge­s­tellt ist, weil es an einem Beschluss über die Fort­gel­tung des Wirt­schafts­plans fehlt.

Hier schafft Arti­kel 2 § 6 Abhilfe: Nach Absatz 1 bleibt der zuletzt bes­tellte Ver­wal­ter im Sinne des Woh­nungs­ei­gen­tums­ge­set­zes im Amt, bis er abbe­ru­fen oder ein neuer Ver­wal­ter bes­tellt wird. Absatz 2 bestimmt, dass der von den Woh­nungs­ei­gen­tü­mern zuletzt besch­los­sene Wirt­schafts­plan bis zum Beschluss eines neuen Wirt­schafts­plans fort­gilt.

Diese Son­der­re­ge­lun­gen tra­ten am 28.3.2020 in Kraft. Sie gel­ten bis Ende 2021.

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