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Wirtschaftsprüfung

Corona-Pandemie: Auswirkungen auf Cashflow Hedges

Beim Hedge Accounting werden betroffene Unternehmen angesichts der Corona-Pandemie kritisch untersuchen müssen, ob die Voraussetzungen für das Hedge Accounting überhaupt noch gegeben sind, wenn sich Grundgeschäft und Sicherungsgeschäft wesentlich ändern.

Insb. beim Cash­f­low Hedge muss beur­teilt wer­den, ob der Ein­tritt von Trans­ak­tio­nen infolge der Corona-Pan­de­mie wei­ter­hin mit hoher Wahr­schein­lich­keit erwar­tet wer­den kann oder nicht. Fol­gende Trans­ak­tio­nen, die Teil eines Cash­f­low Hed­ges sind, könn­ten von den Aus­wir­kun­gen der Corona-Pan­de­mie betrof­fen sein:

  • Ver­kaufs- oder Kauf­vo­lu­mina, die unter den ursprüng­lich prog­nos­ti­zier­ten Wer­ten lie­gen,
  • geplante Schuld­ver­sch­rei­bun­gen, die ver­zö­gert oder annul­liert wer­den, sodass die Zins­zah­lun­gen unter das ursprüng­lich prog­nos­ti­zierte Niveau fal­len und
  • ver­spä­tete oder stor­nierte Unter­neh­mens­ak­qui­si­tio­nen oder -ver­käufe.

Ist der Ein­tritt einer erwar­te­ten Trans­ak­tion nicht mehr hoch­wahr­schein­lich, dann ist die Siche­rungs­be­zie­hung pro­spek­tiv zu been­den und der Betrag aus der Cash­f­low Hedge-Rücklage in die Gewinn- und Ver­lu­st­rech­nung umzu­g­lie­dern. Der (ersatz­weise) Ver­weis auf ein ent­sp­re­chend höhe­res Trans­ak­ti­ons­vo­lu­men in einem spä­te­ren Zei­traum ist grund­sätz­lich nicht mög­lich, sofern dies nicht Teil der ursprüng­lich geplan­ten und hin­rei­chend iden­ti­fi­zier­ten erwar­te­ten Trans­ak­tion war. Hier­von aus­ge­nom­men sind Ein­zel­fälle, sofern die ursprüng­lich geplante Trans­ak­tion auf­grund eines unvor­her­seh­ba­ren Ereig­nis­ses zeit­lich nicht wie geplant ein­tritt, aller­dings in einem ver­t­ret­ba­ren Zei­traum und mit hin­rei­chen­der Sicher­heit früher oder spä­ter durch­ge­führt wird (vgl. IDW RS HFA 48, Tz. 344 ff.).

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