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Wirtschaftsprüfung

Seit 1.1.2020 bestehende Belegausgabepflicht

Seit 1.1.2020 ist der Handel dazu verpflichtet, dem Kunden einen Beleg über den Einkauf auszustellen, sofern ein elektronisches Aufzeichnungssystem im Einsatz ist. Zu diesem vielfach kritisierten zusätzlichen Verwaltungsaufwand äußert sich die OFD Karlsruhe.

In einem Merk­blatt vom 31.3.2020 (Az. S 0315 - St 42, DStR 2020, S. 883) geht die OFD Karls­ruhe auf die neue Bele­g­aus­ga­bepf­licht ein. Durch die neue Pflicht soll sicher­ge­s­tellt wer­den, dass ein in ein elek­tro­ni­sches Kas­sen­sys­tem ein­ge­ge­be­ner Umsatz unve­r­än­der­bar regi­s­triert wird.

Zur Bele­g­aus­gabe ist dem­nach jeder verpf­lich­tet, der ein elek­tro­ni­sches Auf­zeich­nungs­sys­tem nutzt. Hier­un­ter fal­len u. a. elek­tro­ni­sche Regi­s­trier­kas­sen, PC-Kas­sen und App-Sys­teme. Nicht erfasst wer­den hin­ge­gen z. B. Fahr­schein­au­to­ma­ten, elek­tro­ni­sche Buch­hal­tung­s­pro­gramme, Taxa­me­ter oder Geld- und Waren­spiel­ge­räte. Auch bei Nut­zung einer sog. offe­nen Laden­kasse besteht keine Bele­g­aus­ga­bepf­licht. Aller­dings ist unve­r­än­dert nach den bis­he­ri­gen steu­er­li­chen Vor­ga­ben eine Quit­tung, Rech­nung oder ande­rer Beleg aus­zu­s­tel­len.

Neben der Bele­g­aus­gabe in Papier­form ist auch die Beleg­über­gabe in elek­tro­ni­scher Form, z. B. durch eine Bereit­stel­lung über QR-Codes oder Apps, mög­lich. 

Eine Bef­rei­ung von der Bele­g­ab­ga­bepf­licht kommt nur bei nach­weis­lich sach­li­cher Härte für den Unter­neh­mer in Betracht. Diese liegt vor, wenn die Bele­g­aus­gabe z. B. auf­grund höhe­rer Gewalt, wie einem Stro­m­aus­fall oder Was­ser­scha­den, unzu­mut­bar ist.

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