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Steuerberatung

Steuerliche Behandlung des Arbeitslohns nach DBA (Aktualisierung lt. BMF)

Durch die Re­ge­lun­gen der Dop­pel­be­steue­rungs­ab­kom­men wird das Be­steue­rungs­recht hin­sicht­lich des Ar­beits­lohns bei Ar­beit­neh­merent­sen­dun­gen einem der be­tei­lig­ten Staa­ten zu­ge­wie­sen. Hier­auf geht das Bun­des­fi­nanz­mi­nis­te­rium ein.

Das BMF ak­tua­li­sierte mit Schrei­ben vom 3.5.2018 (Az. IV B 2  - S 1300/08/10027) seine bis­he­ri­gen Ausführun­gen (BMF-Schrei­ben vom 12.11.2014) zur steu­er­li­chen Be­hand­lung des Ar­beits­lohns nach den Dop­pel­be­steue­rungs­ab­kom­men.

Mit dem Schrei­ben vom 3.5.2018 wer­den u. a. fol­gende The­men­be­rei­che ak­tua­li­siert:

  • Klar­stel­lung zur un­be­schränk­ten Steu­er­pflicht in China, die bei einem Auf­ent­halt des ent­sand­ten Ar­beit­neh­mers zwi­schen einem und fünf Jah­ren begründet wird,
  • die An­wen­dungs­hin­weise zu § 50d Abs. 8 EStG,
  • Ergänzun­gen und Klar­stel­lun­gen zu § 50d Abs. 9 EStG,
  • ex­pli­zi­ter Ver­weis auf das BMF-Schrei­ben vom 11.12.2017 „Son­der­aus­ga­ben­ab­zug für So­zi­al­ver­si­che­rungs­beiträge im Aus­land täti­ger und in Deutsch­land woh­nen­der Ar­beit­neh­mer (BStBl. I 2017, S. 1624) als Re­ak­tion auf das EuGH-Ur­teil vom 22.6.2017 (Rs. C-20/16, Bech­tel),
  • die An­wen­dung der 183-Tage-Frist auf einen Zwölf-Mo­nats-Zeit­raum mit Be­nen­nung der DBA, wel­che die­sen Zeit­raum an­wen­den (z. B. China, Ir­land, Nie­der­lande, Türkei),
  • Auf­nahme der Ein­bin­dung des ent­sand­ten Ar­beit­neh­mers in das auf­neh­mende ver­bun­dene Un­ter­neh­men als wei­te­res Kri­te­rium für die Be­stim­mung des wirt­schaft­li­chen Ar­beit­ge­bers, wo­von laut ei­ner An­scheins­ver­mu­tung bei ei­ner Ent­sen­dung un­ter drei Mo­na­ten nicht aus­zu­ge­hen ist,
  • Be­stim­mung des wirt­schaft­li­chen Ar­beit­ge­bers stets durch Ein­zel­fallprüfung, so dass u. U. eine Ein­glie­de­rung des ent­sand­ten Ar­beit­neh­mers in das auf­neh­mende Un­ter­neh­men auch bei ei­ner Ent­sen­dung un­ter 3 Mo­na­ten ge­ge­ben sein könnte,
  • Mo­di­fi­zie­rung der Kri­te­rien der ge­werb­li­chen Ar­beit­neh­merüber­las­sung,
  • Er­wei­te­rung der Ausführun­gen zur Tätig­keit in Be­triebsstätten,
  • Ergänzun­gen zur Be­steue­rung von Ab­fin­dun­gen nach dem ab 2017 an­zu­wen­den­den § 50d Abs. 12 EStG.
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