deen
Nexia Ebner Stolz

Anforderungen an Country-by-Country Report, Local File und Master File

Die Anforderungen an Verrechnungspreisdokumentationen sind gestiegen. Dazu äußert sich nun die Finanzverwaltung.

Mul­ti­na­tio­nale Unter­neh­mens­grup­pen, deren im Kon­zern­ab­schluss aus­ge­wie­sene, kon­so­li­dier­ten Umsätze im vor­an­ge­gan­ge­nen Wirt­schafts­jahr min­des­tens 750 Mio. Euro betra­gen, sind verpf­lich­tet, erst­mals für Wirt­schafts­jahre, die nach dem 31.12.2015 begin­nen, einen län­der­be­zo­ge­nen Bericht (Coun­try-by-Coun­try Report) zu über­mit­teln (§ 138a AO). Ist ein sol­cher Bericht an das Bun­des­zen­tral­amt für Steu­ern (BZSt) zu über­mit­teln, ist die­ser laut BMF-Sch­rei­ben vom 11.7.2017 nach dem XML-For­mat zu ers­tel­len.

Hin­weis

Der Bericht kann ins­ge­s­amt in eng­li­scher Spra­che über­mit­telt wer­den. Das BMF führt in Tabel­len, die dem Sch­rei­ben vom 11.7.2017 als Anla­gen bei­ge­fügt sind, ergän­zend zu den gesetz­li­chen Vor­ga­ben in § 138a AO auf, wel­che Anga­ben der Coun­try-by-Coun­try Report ent­hal­ten muss bzw. wel­che zusätz­li­chen Infor­ma­tio­nen (diese aber zwin­gend in eng­li­scher Spra­che) gemacht wer­den kön­nen.

Unter­neh­men, die Teil einer mul­ti­na­tio­na­len Unter­neh­mens­gruppe sind und im vor­an­ge­gan­ge­nen Wirt­schafts­jahr einen Umsatz ab 100 Mio. Euro aus­wei­sen, müs­sen zudem für Wirt­schafts­jahre, die nach dem 31.12.2016 begin­nen, ihre Ver­rech­nung­s­p­reis­do­ku­men­ta­tion in eine lan­des­spe­zi­fi­sche, unter­neh­mens­be­zo­gene Doku­men­ta­tion (Local-File) und eine Stamm­do­ku­men­ta­tion (Mas­ter-File) glie­dern (§ 90 Abs. 3 Satz 2 AO). Diese neuen Anfor­de­run­gen wur­den in die Gewinn­ab­g­ren­zungs­auf­zeich­nungs-Ver­ord­nung(GAufzV) ein­ge­ar­bei­tet, die am 23.5.2017 durch das BMF dem Bun­des­rat vor­ge­legt wurde und der der Bun­des­rat am 7.7.2017 zustimmte. Darin fin­den sich detail­lierte Vor­ga­ben zu den erfor­der­li­chen Inhal­ten des Local File und des Mas­ter File.  



nach oben