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Verlustberücksichtigung bei Aktienveräußerung

Die steuerliche Berücksichtigung eines Verlusts aus der Veräußerung von Aktien hängt nicht von der Höhe der anfallenden Veräußerungskosten ab, so der BFH im Widerspruch zur Finanzverwaltung.

Gemäß Urteil des BFH vom 12.6.2018 (Az. VIII R 32/16) gilt dies unab­hän­gig von der Höhe der Gegen­leis­tung und der anfal­len­den Ver­äu­ße­rungs­kos­ten. Damit erteilte der BFH der Auf­fas­sung der Finanz­ver­wal­tung (BMF-Sch­rei­ben vom 18.1.2016, Az. IV C 1-S 2252/08/10004, BStBl. I 2016, S. 85) eine Absage.

Das Gericht führt aus, dass jede ent­gelt­li­che Über­tra­gung des - zumin­dest wirt­schaft­li­chen - Eigen­tums auf einen Drit­ten eine Ver­äu­ße­rung i. S. des § 20 Abs. 2 Satz 1 Nr. 1 EStG dar­s­tellt. Wei­tere Tat­be­stands­merk­male nenne das Gesetz nicht. Ein Miss­brauch von Gestal­tungs­mög­lich­kei­ten i. S. von § 42 AO sei nicht gege­ben. Der Steu­erpf­lich­tige habe von einer ihm durch das Gesetz ein­ge­räum­ten Mög­lich­keit Gebrauch gemacht. Es stehe grund­sätz­lich in sei­nem Belie­ben, ob, wann und mit wel­chem erziel­ba­ren Ertrag er Wert­pa­piere erwirbt und wie­der ver­äu­ßert.



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