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Vorlage an den Großen Senat des BFH zur erweiterten Grundstückskürzung

Dem Großen Senat des BFH wurde die Frage vorgelegt, ob einer grundstücksverwaltenden Gesellschaft, die als gewerblich geprägte Personengesellschaft kraft ihrer Rechtsform gewerbliche Einkünfte erzielt, die erweiterte Kürzung nach § 9 Nr. 1 Satz 2 GewStG zu gewähren ist, wenn sie an einer gleichfalls grundstücksverwaltenden, aber nicht gewerblich geprägten Personengesellschaft beteiligt ist.

Im Streit­fall war die Klä­ge­rin, eine gewerb­lich geprägte GmbH & Co. KG, an einer ver­mö­gens­ver­wal­ten­den GbR betei­ligt, die Eigen­tü­me­rin einer Immo­bi­lie war und aus deren Ver­wal­tung Gewinne erzielte. Der Gewinn der Klä­ge­rin wie­derum resul­tierte nahezu aus­sch­ließ­lich aus der Betei­li­gung an der GbR. Hier­für machte die Klä­ge­rin die Kür­zung nach § 9 Nr. 1 Satz 2 GewStG gel­tend. Der IV. Senat des BFH legte dem Gro­ßen Senat mit Beschluss vom 21.7.2016 (Az. IVR 26/14) die Frage vor, ob hier die erwei­terte Grund­stücks­kür­zung zur Anwen­dung kommt.

Hin­weis

Die erwei­terte Kür­zung ist dann zu gewäh­ren, wenn der Grund­be­sitz der GbR steu­er­lich eige­nem Grund­be­sitz der Klä­ge­rin gleich­zu­s­tel­len ist. Hierzu wer­den inn­er­halb der Senate des BFH unter­schied­li­che Auf­fas­sun­gen ver­t­re­ten, wes­halb der Große Senat zur Klär­ung ange­ru­fen wurde.

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