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Unangemessener Fahrzeugaufwand eines Freiberuflers

Mit Urteil vom 29.4.2014 bejaht der BFH zwar die Zugehörigkeit eines 400 PS-Sportwagens zum Betriebsvermögen eines Freiberuflers. Allerdings sind wegen unangemessen hohen betrieblichen Repräsentationsaufwands die Fahrzeugkosten im Streitfall nur pauschal mit 2 Euro pro betrieblich gefahrenem Kilometer als Betriebsausgaben zu berücksichtigen.

Bei der nach den Umstän­den des Ein­zel­falls durch­zu­füh­r­en­den Ange­mes­sen­heits­prü­fung berück­sich­tigt der BFH in sei­nem Urteil (Az. VIII R 20/12) neben dem für sei­nen Nut­zer hohen Reprä­sen­ta­ti­ons- und pri­va­ten Affek­ti­ons­wert, dass das Fahr­zeug nur an weni­gen Tagen (betrieb­lich) genutzt wurde, die weni­gen Fahr­ten sich auf Rei­sen zu Fort­bil­dungs­ver­an­stal­tun­gen oder Gerichts­ter­mi­nen beschränk­ten und somit das Kfz nicht in der beruf­s­ty­pi­schen Tätig­keit ein­ge­setzt wurde.

Der BFH erkennt keine Rechts­feh­ler darin, dass das ers­t­in­stanz­li­che FG zur Schät­zung des ange­mes­se­nen Teils der Betriebs­aus­ga­ben auf durch­schnitt­li­che Fahrt­kos­ten­be­rech­nun­gen für auf­wän­di­gere Modelle gän­gi­ger Mar­ken der Ober­klasse in Inter­net­fo­ren zurück­ge­grif­fen hat.

Hin­weis

Die Urteils­grund­sätze dürf­ten sich auch auf Luxus­fahr­zeuge im Betriebs­ver­mö­gen von Gewer­be­t­rei­ben­den über­tra­gen las­sen, wenn dar­aus im Ein­zel­fall unan­ge­mes­sen hohe betrieb­li­che Reprä­sen­ta­ti­ons­auf­wen­dun­gen resul­tie­ren.

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