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Steueränderungsgesetz 2015 in Kraft getreten

Der Bun­des­tag be­schloss am 24.9.2015 das Steuerände­rungs­ge­setz 2015, dem der Bun­des­rat am 16.10.2015 seine Zu­stim­mung er­teilte. Durch die Veröff­ent­li­chung des Ge­set­zes im Bun­des­ge­setz­blatt (BGBl. I 2015, S. 1834) ist die­ses nun in Kraft ge­tre­ten.

Mit dem Ge­setz wer­den Maßnah­men um­ge­setzt, die die Bun­des­re­gie­rung in ih­rer Pro­to­koll­erklärung vom 19.12.2014 zu dem da­mals ver­han­del­ten Jah­res­steu­er­ge­setz 2015 an­gekündigt hatte. Ent­spre­chend lau­tete der Ti­tel des Ge­setz­ent­wurfs noch „Ge­setz zur Um­set­zung der Pro­to­koll­erklärung zum Ge­setz zur An­pas­sung der Ab­ga­ben­ord­nung an den Zoll­ko­dex der Union und zur Ände­rung wei­te­rer steu­er­li­cher Vor­schrif­ten“. Der ur­sprüng­li­che Ge­setz­ent­wurf wurde ba­sie­rend auf der Be­schluss­emp­feh­lung des Fi­nanz­aus­schus­ses des Bun­des­tags vom 23.9.2015 zum einen in „Steuerände­rungs­ge­setz 2015" um­be­nannt und um zahl­rei­che wei­tere Maßnah­men ergänzt, mit de­nen auf ak­tu­el­len Re­ge­lungs­be­darf rea­giert wird.

Das Ge­setz enthält u. a. fol­gende Maßnah­men:

  • Be­schränkung steu­erneu­tra­ler Ein­brin­gun­gen bei Gewährung sons­ti­ger Ge­gen­leis­tun­gen, wo­bei diese min­des­tens bis zu einem Be­trag von 500.000 Euro (laut Ge­setz­ent­wurf noch 300.000 Euro) nicht zur Auf­de­ckung stil­ler Re­ser­ven führen (§§ 20, 21 und 24 Um­wStG),
  • Mo­di­fi­ka­tion der Kon­zern­klau­sel gemäß § 8c Abs. 1 Satz 5 KStG, so dass diese auch an­wend­bar ist, wenn die Kon­zern­spitze Er­wer­ber oder Veräußerer ist,
  • Ver­tei­lung der auf den Veräußerungs­ge­winn ent­fal­len­den Steu­er­schuld auf einen Zeit­raum von fünf Jah­ren bei  Über­tra­gung der 6b-Rück­lage auf Wirt­schaftsgüter im EU/EWR-Aus­land (§ 6b Abs. 2a EStG),
  • Ko­di­fi­zie­rung der mit­tel­ba­ren Ände­rung des Ge­sell­schaf­ter­be­stands i. S. v. § 1 Abs. 2a GrEStG,
  • Neu­re­ge­lung der ab 1.1.2009 an­zu­wen­den­den grund­er­werb­steu­er­li­chen Er­satz­be­mes­sungs­grund­lage, wo­bei für be­reits er­gan­gene Fest­set­zun­gen und Fest­stel­lun­gen re­gelmäßig Ver­trau­ens­schutz gewährt wird (§ 8 Abs. 2 Satz 1, § 23 Abs. 14 GrEStG),
  • Ko­di­fi­zie­rung der bis­he­ri­gen Pra­xis zum Überg­ang der Um­satz­steu­er­schuld­ner­schaft bei Leis­tun­gen an Be­triebs­vor­rich­tun­gen (§ 13b Abs. 2 Nr. 4 UStG).
 

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