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Regierungsentwurf des BilRUG

Das Bun­des­mi­nis­te­rium der Jus­tiz und für Ver­brau­cher­schutz (BMJV) hat am 27.7.2014 den Refe­ren­ten­ent­wurf eines Geset­zes zur Umset­zung der Bilanz­richt­li­nie 2013/34/EU (Bilanz­richt­li­nie-Umset­zungs­ge­setz - Bil­RUG) ver­öf­f­ent­licht. Am 8.1.2015 besch­loss nun die Bun­des­re­gie­rung, den Ent­wurf in punk­tu­ell modi­fi­zier­ter Form in das Gesetz­ge­bungs­ver­fah­ren ein­zu­brin­gen.
Die neue EU-Bilanz­richt­li­nie strebt eine Har­mo­ni­sie­rung der Rege­lungs­rah­men für die  Rech­nungs­le­gung an, mit der auch das Ziel ver­folgt wird, kleine und mit­tel­große Unter­neh­men zu ent­las­ten. Mit dem Regie­rungs­ent­wurf wird die EU-Bilanz­richt­li­nie in natio­na­les Recht umge­setzt. Bei­spiels­weise sol­len die Schwel­len­werte für die Klas­si­fi­zie­rung klei­ner, mit­tel­gro­ßer und gro­ßer Kapi­tal­ge­sell­schaf­ten und Per­so­nen­han­dels­ge­sell­schaf­ten nach § 264a HGB ange­ho­ben wer­den, wobei im Regie­rungs­ent­wurf eine Anpas­sung an die laut Richt­li­nie maxi­mal zuläs­sige Höhe vor­ge­se­hen ist. Invest­ment- und Betei­li­gungs­ge­sell­schaf­ten sol­len von den Erleich­te­run­gen für Kleinst­ka­pi­tal­ge­sell­schaf­ten nicht mehr pro­fi­tie­ren kön­nen. Wei­ter wer­den die Bef­rei­ungs­vor­aus­set­zun­gen von Per­so­nen­han­dels­ge­sell­schaf­ten nach § 264b HGB neu for­mu­liert.
Dar­über hin­aus sind zahl­rei­che wei­tere Ände­run­gen bei den Bilan­zie­rungs­vor­schrif­ten, bei den Anhan­gan­g­a­ben sowie bei der Lage­be­rich­t­er­stat­tung vor­ge­se­hen. 

Hin­weis

Die Ände­run­gen durch das Bil­RUG sol­len im Wesent­li­chen grund­sätz­lich erst­mals auf Jah­res- und Kon­zern­ab­schlüsse samt Lage­be­richte und Kon­zern­la­ge­be­richte für nach dem 31.12.2015 begin­nende Geschäfts­jahre anzu­wen­den sein. Die neuen Schwel­len­werte (§ 267 HGB-E bzw. §293 HGB-E) sol­len frei­wil­lig bereits für nach dem 31.12.2013 begin­nende Geschäfts­jahre ange­wen­det wer­den kön­nen.
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