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Prüfung der Streubesitzgrenze bei unterjährigem Erwerb

Bezieht eine Kapitalgesellschaft nach dem 28.2.2013 Dividenden, wird die sonst geltende Körperschaftsteuerbefreiung von 95 % verwehrt, wenn die Beteiligung der Kapitalgesellschaft an der ausschüttenden Kapitalgesellschaft nicht mindestens 10 % beträgt (Streubesitzbeteiligung). Maßgeblich ist grundsätzlich die Beteiligungshöhe zu Beginn des Kalenderjahres, wobei unterjährige Erwerbe auf den Beginn des Kalenderjahres zurückbezogen werden können. Laut Verlautbarung der Finanzverwaltung ist allerdings je nach Umfang des unterjährigen Erwerbs zu differenzieren.

Mit Ver­fü­gung vom 2.12.2013 (Az. S 2750a A - 19 - St 52) erläu­tert die OFD Frank­furt die mit den obers­ten Finanz­be­hör­den von Bund und Län­dern abge­stimmte res­trik­tive Sicht­weise der Finanz­ver­wal­tung zur Prü­fung der Streu­be­sitz­g­renze bei unter­jäh­ri­gem Erwerb.

Zwar wird der unter­jäh­rige Erwerb einer Betei­li­gung von min­des­tens 10 % auf den Beginn des Kalen­der­jah­res zurück­be­zo­gen und somit das Vor­lie­gen einer Streu­be­sitz­be­tei­li­gung vern­eint. Diese Rege­lung greift laut Finanz­ver­wal­tung jedoch nur bei Erwerb eines Anteils­pa­kets von min­des­tens 10 % durch einen ein­zel­nen Erwerbs­vor­gang. Eine bereits zuvor gehal­tene Streu­be­sitz­be­tei­li­gung gilt trotz des Hin­zu­er­werbs eines Anteils­pa­kets von min­des­tens 10 % für die­ses Kalen­der­jahr unve­r­än­dert als Streu­be­sitz­be­tei­li­gung. Nur soweit Erträge für die hin­zu­er­wor­bene Betei­li­gung bezo­gen wer­den, unter­fal­len diese der Kör­per­schaft­steu­er­be­f­rei­ung von 95 %. Die auf die Alt­an­teile ent­fal­len­den Erträge sind im Jahr des Hin­zu­er­werbs voll steu­erpf­lich­tige Streu­be­sitz­di­vi­den­den.

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