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Häusliches Arbeitszimmer bei Pool- oder Telearbeitsplatz

Steht dem Arbeitnehmer kein anderer Arbeitsplatz im Betrieb des Arbeitgebers zur Verfügung, kann er die Kosten eines häuslichen Arbeitszimmers bis zu 1.250 Euro im Veranlagungszeitraum als Werbungskosten geltend machen. Der BFH hatte kürzlich darüber zu entscheiden, ob im Falle eines Poolarbeitsplatzes oder eines Telearbeitsplatzes dieser begrenzte Werbungskostenabzug möglich ist.

Nutzt ein über­wie­gend im Außen­di­enst täti­ger Arbeit­neh­mer im Betrieb des Arbeit­ge­bers einen Pool­ar­beits­platz, der ihm nicht für die Ver­rich­tung sei­ner gesam­ten Innen­di­en­st­ar­bei­ten zur Ver­fü­gung steht, kann er Auf­wen­dun­gen für ein häus­li­ches Arbeits­zim­mer, beg­renzt auf 1.250 Euro im Ver­an­la­gungs­zei­traum, steu­er­lich gel­tend machen. Laut Urteil des BFH vom 26.2.2014 (Az. VI R 37/13) ist davon jedoch nicht stets im Falle eines Pool­ar­beits­plat­zes aus­zu­ge­hen. Es kommt viel­mehr auf die Umstände des Ein­zel­falls an. Sind etwa nach der dienst­li­chen Nut­zungs­ein­tei­lung Pool­ar­beits­plätze in aus­rei­chen­der Anzahl vor­han­den, steht dem Arbeit­neh­mer ein betrieb­li­cher Arbeits­platz zur Ver­fü­gung, so dass die Berück­sich­ti­gung der Auf­wen­dun­gen für ein häus­li­ches Arbeits­zim­mers ent­fällt.

Anders als das FG, das bei einem Tele­ar­beits­platz die für das häus­li­che Arbeits­zim­mer gel­ten­den Abzugs­be­schrän­kun­gen für nicht anwend­bar erklärte, kommt der BFH in einem wei­te­ren Urteil vom 26.2.2014 (Az. VI R 40/12) zu dem Ergeb­nis, dass ein Tele­ar­beits­platz grund­sätz­lich dem Typus des häus­li­chen Arbeits­zim­mers ent­spricht. Im Streit­fall arbei­tete der Arbeit­neh­mer ent­sp­re­chend der Ver­ein­ba­rung mit sei­nem Arbeit­ge­ber jeweils an bestimm­ten Wochen­ta­gen von sei­nem Tele­ar­beits­platz aus. Da ihm jedoch weder die Nut­zung des dienst­li­chen Arbeits­plat­zes an die­sen Tagen unter­sagt oder in tat­säch­li­cher Hin­sicht ein­ge­schränkt war, stand dem Arbeit­neh­mer ein betrieb­li­cher Arbeits­platz zur Ver­fü­gung, so dass laut BFH die Aner­ken­nung des Tele­ar­beits­plat­zes als häus­li­ches Arbeits­zim­mer abzu­leh­nen war.

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