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Steuerberatung

Im Home Office während der Corona-Pandemie

Zum Schutz der Mitarbeiter und um ein Infektionsrisiko im Betrieb möglichst gering zu halten, haben viele Unternehmen ihre Belegschaft oder zumindest Teile davon ins Home Office geschickt. Mitarbeiter können Kosten für das Home-Office unter bestimmten Voraussetzungen steuerlich geltend machen.

Wird ein Mit­ar­bei­ter durch den Arbeit­ge­ber ange­wie­sen, nicht mehr in dem zur Ver­fü­gung ste­hen­den Büro im Betrieb des Arbeit­ge­bers, son­dern aus­sch­ließ­lich von sei­nem Home Office aus zu arbei­ten, kann der Mit­ar­bei­ter die Kos­ten des Home Office steu­er­lich als Wer­bungs­kos­ten gel­tend machen. Der Wer­bungs­kos­ten­ab­zug ist auf jähr­lich 1.250 Euro gede­ckelt. Die­ser Höchst­be­trag kommt auch bei nicht ganz­jäh­ri­ger Nut­zung des Home Office zur Anwen­dung.

Dafür erfor­der­lich ist aller­dings, dass das Home Office als häus­li­ches Arbeits­zim­mer qua­li­fi­ziert. Es muss sich dabei um einen abge­sch­los­se­nen Raum han­deln, der aus­sch­ließ­lich bzw. ganz über­wie­gend für die beruf­li­che Tätig­keit genutzt wird. Eine ledig­lich als Büro ein­ge­rich­tete Arbeits­e­cke in einem ander­wei­tig genutz­ten Raum wird hin­ge­gen steu­er­lich nicht als häus­li­ches Arbeits­zim­mer aner­kannt.

Als Kos­ten des häus­li­chen Arbeits­zim­mers kom­men insb. die antei­li­gen Miet- und Miet­ne­ben­kos­ten bzw. im Falle eines Eigen­heims die antei­li­gen Gebäu­de­kos­ten (inkl. Absch­rei­bung) in Betracht.

Zusätz­lich kön­nen noch Kos­ten für Ein­rich­tungs­ge­gen­stände, wie z. B. Sch­reib­tisch und Stuhl, gel­tend gemacht wer­den. Tech­ni­sche Geräte, wie z. B. PC, dürf­ten regel­mä­ßig durch den Arbeit­ge­ber ges­tellt wer­den. Im Fall der Anschaf­fung für die aus­sch­ließ­li­che beruf­li­che Nut­zung kön­nen auch die dabei anfal­len­den Kos­ten sog­leich berück­sich­tigt wer­den, sofern diese nicht 800 Euro zzgl. Umsatz­steuer, somit 952 Euro, über­s­tei­gen, andern­falls ist das Wirt­schafts­gut ent­sp­re­chend der Nut­zungs­dauer abzu­sch­rei­ben.

Wei­ter kön­nen die durch die Tätig­keit im Home Office anfal­len­den Tele­kom­mu­ni­ka­ti­ons­kos­ten ohne Ein­zel­nach­weis pau­schal mit 20 % des Rech­nungs­be­trags, maxi­mal 20 Euro monat­lich, als Wer­bungs­kos­ten berück­sich­tigt wer­den.  

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