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Bewertung des Vorratsvermögens nach der Lifo-Methode

BMF 12.5.2015, IV C 6 - S2174/07/10001 :002

Bei der Bewertung gleichartiger Wirtschaftsgüter des Vorratsvermögens kann unter bestimmten Voraussetzungen unterstellt werden, dass die zuletzt angeschafften oder hergestellten Wirtschaftsgüter zuerst verbraucht oder veräußert worden sind („last in - first out“). Das Bundesfinanzministerium erläutert in einem aktuellen Schreiben, in welchen Fällen diese sog. Lifo-Methode herangezogen werden kann.

Gemäß Sch­rei­ben des BMF vom 12.5.2015 (Az. IV C 6 - S2174/07/10001 :002) kommt die Anwen­dung der Lifo-Methode für Roh-, Hilfs- und Betriebs­stoffe, unfer­tige und fer­tige Erzeug­nisse sowie Waren in Betracht, wenn dadurch nach dem Wirt­schaft­lich­keits- und Wesent­lich­keits­grund­satz eine Bewer­tungs­ve­r­ein­fa­chung erzielt wer­den kann. Das Bewer­tungs­wahl­recht kann für ver­schie­dene Bewer­tungs­grup­pen unter­schied­lich aus­ge­übt wer­den. Auch ist die Aus­übung unab­hän­gig von der des han­dels­recht­li­chen Bewer­tungs­wahl­rechts.

Die Anwen­dung der Lifo-Methode erfolgt unge­ach­tet der tat­säch­li­chen Ver­brauchs- oder Ver­äu­ße­rungs­folge. Wegen des Wider­spruchs zum betrieb­li­chen Gesche­hens­ablauf sch­ließt das BMF aller­dings die Anwen­dung der Lifo-Methode bei Vor­rä­ten mit einer Halt­bar­keit von unter einem Jahr aus.

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