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Aufklärungspflichtverletzung bei Beitritt zu geschlossenem Immobilienfonds

Werden Aufklärungspflichten durch eine mangelhafte Prospektdarstellung verletzt, besteht die Vermutung, dass dies für die Entscheidung zum Beitritt zu einem geschlossenen Immobilienfonds ursächlich war. Dem Anleger steht laut BGH Schadensersatz aus Prospekthaftung zu, sofern der Prospektverwender die Vermutung der Ursächlichkeit nicht widerlegen kann.

Bein­hal­tet ein Pro­spekt unzu­tref­fende und unvoll­stän­dige Infor­ma­tio­nen, die für die Anla­ge­ent­schei­dung wesent­lich sein kön­nen, besteht nach stän­di­ger Recht­sp­re­chung des BGH eine tat­säch­li­che Ver­mu­tung dafür, dass die man­gel­hafte Pro­spekt­dar­stel­lung für die Anla­ge­ent­schei­dung ursäch­lich war.

Tritt, wie im Streit­fall, der Klä­ger einem gesch­los­se­nen Immo­bi­li­en­fonds bei, muss der Beklagte die Ver­mu­tung wider­le­gen, dass die behaup­te­ten Pro­spekt­feh­ler für die Anla­ge­ent­schei­dung des Klä­gers ursäch­lich waren. Da der Beklagte die Ver­mu­tung nicht wider­le­gen konnte, sprach der BGH dem Klä­ger mit Urteil vom 11.2.2014 (Az. II ZR 273/12) Scha­dens­er­satz aus Pro­spekt­haf­tung zu.

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