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Anerkennung von Arbeitsverhältnissen mit nahen Angehörigen

Der BFH erklärt den überzogenen Anforderungen des FG Rheinland-Pfalz an die Fremdüblichkeit eines Arbeitsverhältnisses mit einem nahen Angehörigen eine Absage. Erbringt der nahe Angehörige über den vertraglichen Umfang hinaus unbezahlte Mehrarbeit, steht dies der steuerlichen Anerkennung des Arbeitsverhältnisses regelmäßig nicht im Wege.

Das FG Rhein­land-Pfalz ver­sagte mit Urteil vom 29.3.2012 (Az. 5 K 1815/10, EFG 2013, S. 15) Arbeits­ver­trä­gen mit den im Unter­neh­men beschäf­tig­ten Eltern die steu­er­li­che Aner­ken­nung, weil diese unbe­zahlte Mehr­ar­beit über den ver­trag­li­chen Umfang hin­aus erbracht haben, was unter frem­den Drit­ten nicht üblich wäre.

Der BFH sch­ließt sich die­ser engen Inter­pre­ta­tion des Fremd­ver­g­leichs nicht an und kommt mit Urteil vom 17.7.2013 (Az. X R 32/12) zu dem Schluss, dass die Über­er­fül­lung der arbeits­ver­trag­li­chen Pflich­ten der steu­er­li­chen Aner­ken­nung nicht ent­ge­gen­steht. Zu einem ande­ren Ergeb­nis kommt der BFH nur dann, wenn die Tätig­keit des Ange­hö­ri­gen und die ver­ein­barte Ver­gü­tung in einem sol­chen Miss­ver­hält­nis ste­hen, dass die Ver­gü­tung nicht mehr als Gegen­leis­tung anzu­se­hen ist und des­halb auf das Feh­len eines Rechts­bin­dungs­wil­lens gesch­los­sen wer­den kann.

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