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Steuerberatung

Steuerbegünstigungen zur Förderung der Elektromobilität

Das BMF äußert sich erneut zur Steuerbefreiung des vom Arbeitgeber unentgeltlich oder verbilligt gestellten Ladestroms und der Überlassung einer betrieblichen Ladevorrichtung, zum steuerfreien Auslagenersatz der vom Arbeitnehmer selbst getragenen Stromkosten für den Dienstwagen sowie zur Pauschalbesteuerung bei Übereignung einer Ladevorrichtung oder der Gewährung eines Arbeitgeberschusses.

Das elek­tri­sche Auf­la­den eines Elek­tro- oder Hybri­de­lek­tro­fahr­zeugs des Arbeit­neh­mers im Betrieb des Arbeit­ge­bers ist lohn­steu­er­f­rei, wenn der Vor­teil zusätz­lich zum ohne­hin geschul­de­ten Arbeits­lohn gewährt wird. Das BMF führt dazu in sei­nem Sch­rei­ben vom 29.9.2020 (Az. IV C 5 - S 2334/19/10009 :004) u. a. aus, dass das Auf­la­den bei einem Geschäft­s­part­ner des Arbeit­ge­bers nicht von der Steu­er­be­f­rei­ung erfasst wird. Wird zeit­weise eine betrieb­li­che Lade­vor­rich­tung dem Arbeit­neh­mer über­las­sen, umfasst die Steu­er­be­f­rei­ung die gesamte Lad­ein­fra­struk­tur ein­sch­ließ­lich Zube­hör und die in die­sem Zusam­men­hang erbrach­ten Dienst­leis­tun­gen, wie z. B. Instal­la­tion und Inbe­trieb­nahme der Lade­vor­rich­tung.

Vom Arbeit­neh­mer selbst getra­gene Strom­kos­ten für ein als Dienst­wa­gen genutz­tes betrieb­li­ches Elek­tro- oder Hybri­de­lek­tro­fahr­zeug kön­nen als Aus­la­gen­er­satz steu­er­f­rei erstat­tet wer­den. Dabei beste­hen laut BMF keine Beden­ken, aus Ver­ein­fa­chungs­grün­den fol­gende monat­li­che Pau­scha­len zugrunde zu legen:

Steuerbegünstigungen zur Förderung der Elektromobilität

Hin­weis: Erfolgt kein Aus­la­gen­er­satz für das elek­tri­sche Auf­la­den des Dienst­wa­gens durch den Arbeit­neh­mer, kön­nen hier­für selbst getra­gene indi­vi­du­elle Kos­ten des Arbeit­neh­mers bei der Ermitt­lung des Werts der Pri­vat­nut­zung des Dienst­wa­gens berück­sich­tigt wer­den. Nicht absch­lie­ßend geklärt ist dabei, ob der Wort­laut des BMF-Sch­rei­bens dahin­ge­hend inter­p­re­tiert wer­den kann, dass der Wert der Pri­vat­nut­zung ans­telle von indi­vi­du­ell ermit­tel­ten Kos­ten um die vor­ge­nann­ten Pau­scha­len gemin­dert wer­den kann.

Wird eine betrieb­li­che Lade­vor­rich­tung nicht nur zeit­weise über­las­sen, son­dern unent­gelt­lich oder ver­bil­ligt dem Arbeit­neh­mer über­eig­net, kann der Vor­teil pau­schal mit 25 % Lohn­steuer besteu­ert wer­den, sofern die­ser zusätz­lich zum ohne­hin geschul­de­ten Arbeits­lohn gewährt wird. Aus Ver­ein­fa­chungs­grün­den kön­nen als Bemes­sungs­grund­lage wie­derum die Auf­wen­dun­gen der gesam­ten Lad­ein­fra­struk­tur ein­sch­ließ­lich Umsatz­steuer zugrunde gelegt wer­den.

Hin­weis: Die Steu­er­be­güns­ti­gun­gen haben kei­nen Ein­fluss auf den Ansatz von durch Dien­st­rei­sen anfal­lende Rei­se­kos­ten. Dien­st­rei­sen mit dem pri­va­ten Elek­tro- oder Hybri­de­lek­tro­fahr­zeug kön­nen unge­ach­tet des­sen mit den pau­scha­len Kilo­me­ter­satz (für Pkw 0,30 Euro pro gefah­re­nen Kilo­me­ter) berück­sich­tigt wer­den.

Dem Sch­rei­ben vom 29.9.2020 sind bereits BMF-Sch­rei­ben vom 14.12.2016 und vom 26.10.2017 vor­aus­ge­gan­gen, die damit ersetzt wer­den.

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