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Bundestag beschließt steuerliche Förderung des Mietwohnungsneubaus

Der Mietwohnungsneubau im bezahlbaren Segment soll durch die Einführung einer Sonderabschreibung auf die Gebäudeherstellungskosten steuerlich gefördert und damit angekurbelt werden. Eine entsprechende Regelung fand nun die Mehrheit im Bundestag.

Der Bun­des­tag besch­loss am 29.11.2018 das Gesetz zur steu­er­li­chen För­de­rung des Miet­woh­nungs­neu­baus. Mit dem Gesetz wird eine Son­der­ab­sch­rei­bung für Miet­woh­nungs­neu­bau (§ 7b EStG) ein­ge­führt, die für Neu­bau­ten greift, für die nach dem 31.8.2018 und vor dem 1.1.2022 ein Bau­an­trag ges­tellt bzw. die erfor­der­li­che Bau­an­zeige getä­tigt wird. Durch die dem Bun­des­tags­be­schluss zugrun­de­lie­gende Beschluss­emp­feh­lung des Finanz­aus­schus­ses wurde diese Rege­lung gering­fü­gig modi­fi­ziert. Insb. wird nun vor­aus­ge­setzt, dass die Woh­nung dau­er­haft für Wohn­zwe­cke genutzt wird. Woh­nun­gen, die als Feri­en­woh­nun­gen ver­mie­tet wer­den, fal­len somit nicht unter die Rege­lung.

Durch die Beschluss­emp­feh­lung neu auf­ge­nom­men wurde in das Gesetz zudem eine Modi­fi­zie­rung der Kör­per­schaft­steu­er­be­f­rei­ung nach § 5 Abs. 1 Nr. 10 KStG für Woh­nungs­ge­nos­sen­schaf­ten und -ver­eine. Ein­nah­men durch Strom­lie­fe­run­gen aus Mie­ter­strom­an­la­gen sind ab dem Ver­an­la­gungs­zei­traum 2019 für die Steu­er­be­f­rei­ung unschäd­lich, sofern sie 20 % der Gesamt­ein­nah­men nicht über­s­tei­gen.

Hin­weis

Der Bun­des­rat wird am 14.12.2018 dar­über bera­ten, ob er dem Gesetz seine Zustim­mung erteilt.

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