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Nutzungsentgelte des Arbeitnehmers bei Dienstwagengestellung

Die Finanzverwaltung folgt dem BFH und erkennt vom Arbeitnehmer übernommene Kraftstoffkosten als Nutzungsentgelt für Privatfahrten an.

Nach der Recht­sp­re­chung des BFH ist ein vom Arbeit­neh­mer an den Arbeit­ge­ber gezahl­tes Nut­zungs­ent­gelt, das den nach der 1 %-Rege­lung zu ver­steu­ern­den Nut­zungs­wert für die Pri­vat­nut­zung eines betrieb­li­chen Kfz min­dert, auch dann gege­ben, wenn der Arbeit­neh­mer Kraft­stoff­kos­ten selbst trägt (BFH-Urteil vom 30.11.2016, Az. VI R 2/15).

Mit Sch­rei­ben vom 21.9.2017 sch­ließt sich das BMF die­ser Rechts­auf­fas­sung an und führt dazu aus, dass bei Anwen­dung der 1 %-Rege­lung vom Arbeit­neh­mer über­nom­mene ein­zelne Kraft­fahr­zeug­kos­ten min­dernd zu berück­sich­ti­gen sind. Hier­un­ter fal­len Gesamt­kos­ten des Fahr­zeugs, nicht jedoch ein­zel­nen Nut­zun­gen zuzu­wei­sende Kos­ten, wie z. B. Stra­ßen­be­nut­zungs­ge­büh­ren oder Park­ge­büh­ren.

Bei Ermitt­lung des Nut­zungs­werts der Pri­vat­nut­zung nach der Fahr­ten­buch­me­thode min­dern sich die Gesamt­kos­ten des Kfz, die auf betrieb­li­che und pri­vate Fahr­ten auf­zu­tei­len sind, um die vom Arbeit­neh­mer getra­ge­nen Kraft­fahr­zeug­kos­ten. Es wird aller­dings nicht bean­stan­det, wenn auch hier die Gesamt­kos­ten ein­sch­ließ­lich der vom Arbeit­neh­mer getra­ge­nen Kos­ten zugrunde gelegt und die vom Arbeit­neh­mer getra­ge­nen Kos­ten als Nut­zungs­ent­gelt behan­delt wer­den.

Hin­weis

Im Ein­klang mit der Recht­sp­re­chung berück­sich­tigt auch die Finanz­ver­wal­tung durch den Arbeit­neh­mer getra­gene Fahr­zeug­kos­ten, die den Nut­zungs­wert über­s­tei­gen, weder als nega­ti­ven Arbeits­lohn noch als Wer­bungs­kos­ten.



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