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Steuerberatung

Keine Grunderwerbsteuer für Zubehör

Zu­behör, das zu­sam­men mit einem Grundstück er­wor­ben wird, un­ter­liegt nicht der Grund­er­werb­steuer.

Der BFH hat mit Be­schluss vom 3.6.2020 (Az. II B 54/19, DStR 2020, S. 1730) eine Be­schwerde ge­gen die Nicht­zu­las­sung der Re­vi­sion in einem Fall zurück­ge­wie­sen, in dem es u. a. um die Fra­gen ging, ob die Ein­rich­tung ei­nes La­den­ge­schäfts grundsätz­lich Zu­behör ei­nes Grundstücks i. S. d. § 97 Abs. 1 Satz 1 BGB ist und wie bei der Auf­tei­lung ei­nes Ge­samt­ent­gelts auf das Grundstück und die sons­ti­gen Ge­genstände die ge­mei­nen Werte des Grundstücks und der Ge­genstände er­mit­telt wer­den. Der BFH be­tont in sei­nem Be­schluss, dass das Zu­behör nicht in die grund­er­werb­steu­er­li­che Be­mes­sungs­grund­lage ein­zu­be­zie­hen ist und die Vor­in­stanz den Ge­samt­kauf­preis zu­tref­fend an­hand der sog. Bo­rut­tau’schen For­mel auf­ge­teilt hat.

Für die Be­ur­tei­lung, ob es sich bei einem Ge­gen­stand um Zu­behör han­delt, ist laut BFH die zi­vil­recht­li­che Recht­spre­chung her­an­zu­zie­hen. Die ta­trich­ter­li­che Würdi­gung nimmt das Fi­nanz­ge­richt vor. Um als Zu­behör zu gel­ten, müssen die Ge­genstände dem wirt­schaft­li­chen Zweck des Grundstücks bzw. dem dar­auf be­trie­be­nen Ge­werbe die­nen.

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