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Steuerberatung

Keine erweiterte gewerbesteuerliche Kürzung bei Grundstücksunternehmen mit Fotovoltaikanlagen

Der Betrieb einer Fotovoltaikanlage ist wegen seiner Gewerblichkeit auch dann schädlich für die erweiterte Kürzung nach § 9 Nr. 1 Sätze 2 ff. GewStG, wenn er nur von untergeordneter Bedeutung ist, wie das Landesamt für Steuern Niedersachsen in einer aktuellen Verfügung klarstellt.

Das Gewer­be­steu­er­ge­setz ent­hält in § 9 Nr. 1 Sätze 2 ff. GewStG Vor­schrif­ten, wonach Unter­neh­men, die aus­sch­ließ­lich eige­nen Grund­be­sitz ver­wal­ten, nut­zen oder ver­äu­ßern, den Gewer­be­er­trag um die Erträge aus die­sen Tätig­kei­ten kür­zen dür­fen. Das Lan­de­s­amt für Steu­ern Nie­der­sach­sen äußert sich in einer Ver­fü­gung vom 15.5.2020 (Az. G 1425 - 50 - St 251, DStR 2020, S. 1623) dazu, wel­chen Ein­fluss der Betrieb einer Foto­vol­ta­ik­an­lage auf die erwei­terte Kür­zung i. S. d. § 9 Nr. 1 Satz 2 ff. GewStG hat.

Dem­nach ist der Betrieb einer Foto­vol­ta­ik­an­lage wegen sei­ner Gewerb­lich­keit auch dann schäd­lich für die erwei­terte Kür­zung nach § 9 Nr. 1 Satz 2 ff. GewStG, wenn er nur von unter­ge­ord­ne­ter Bedeu­tung ist. Das gilt auch, wenn der Betrieb der Foto­vol­ta­ik­an­lage auf ein Toch­ter­un­ter­neh­men aus­ge­la­gert wird, da das Toch­ter­un­ter­neh­men in die­sem Fall ein gewerb­li­ches Unter­neh­men ist. Han­delt es sich beim Toch­ter­un­ter­neh­men um eine Kapi­tal­ge­sell­schaft, begrün­det dies regel­mä­ßig eine Betriebs­auf­spal­tung mit der Kon­se­qu­enz, dass das Woh­nungs­un­ter­neh­men als Besitz­un­ter­neh­men selbst gewerb­lich ist und die erwei­terte Kür­zung aus­schei­det.

Hin­weis

Um die erwei­terte Kür­zung für das Woh­nungs­un­ter­neh­men zu erhal­ten, kann es eine Lösung sein, die Foto­vol­ta­ik­an­la­gen auf den Dach­flächen des Woh­nungs­un­ter­neh­mens über eine Schwes­ter­ge­sell­schaft zu bet­rei­ben.

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