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IDW zur Rotation des Abschlussprüfers gem. § 77 Abs. 1a SGB IV

GKV-Versorgungsstrukturgesetz (GKV-VStG) vom 22.12.2011

Mit dem GKV-Ver­sor­gungs­struk­tur­ge­setz (GKV-VStG) vom 22.12.2011 wurde u.a. § 77 Abs. 1a SGB IV geän­dert. Danach obliegt die Prü­fung der Jah­res­rech­nung von gesetz­li­chen Kran­ken­kas­sen einem Wirt­schafts­prü­fer bzw. einem ver­ei­dig­ten Buch­prü­fer (§ 77 Abs. 1a Sat­z 5 SGB IV). Dem­ent­sp­re­chend han­delt es sich künf­tig bei der Prü­fung der Jah­res­rech­nung um eine gesetz­li­che Vor­be­halts­auf­gabe für Wirt­schafts­prü­fer bzw. ver­ei­digte Buch­prü­fer.

Nach § 77 Abs. 1a Sat­z 6 SGB IV ist ein Wirt­schafts­prü­fer bzw. ver­ei­dig­ter Buch­prü­fer von der Prü­fung aus­ge­sch­los­sen, wenn er in den letz­ten fünf auf­ein­an­der­fol­gen­den Jah­ren ohne Unter­b­re­chung die Prü­fung durch­ge­führt hat. Der Geset­zes­wort­laut und die Begrün­dung las­sen nicht ein­deu­tig erken­nen, ob es sich um eine sog. interne oder um eine externe Rota­tion han­delt. Fer­ner ist unklar, ob in den 5-Jah­res-Zei­traum bereits in der Ver­gan­gen­heit durch­ge­führte Prü­fun­gen der Jah­res­rech­nung ein­zu­be­zie­hen sind oder nicht.

Das Bun­des­mi­nis­te­rium für Gesund­heit (BMG) hat hierzu mit Sch­rei­ben vom 17.02.2012 gegen­über dem IDW Stel­lung genom­men und stellt klar, dass § 77 Abs. 1a Sat­z 6 SGB IV ledig­lich eine Pflicht zur inter­nen Rota­tion nor­miert. Ein Wech­sel der Wirt­schafts­prü­fungs­ge­sell­schaft nach dem fünf­ten Jahr ist nicht erfor­der­lich. Fer­ner sei der Beginn der Rota­ti­ons­frist mit dem In-Kraft-Tre­ten zur Verpf­lich­tung der Prü­fung der Jah­res­rech­nung durch Wirt­schafts­prü­fer bzw. ver­ei­digte Buch­prü­fer zu ver­knüp­fen. Damit beginnt die Rota­ti­ons­frist mit dem Inkraft­t­re­ten des § 77 Abs. 1a Sät­ze 5 und 6 SGB IV für alle Pflicht­prü­fun­gen zum 01.01.2012.

Quelle: IDW-Aktu­ell vom 22.02.2012

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