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FAQ zur steuerlichen Forschungszulage

Das BMF und das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) haben Stellung bezogen zu Fragen, die sich im Zusammenhang mit dem zum 1.1.2020 in Kraft getretenen Forschungszulagengesetz ergeben.

In Form von FAQ, die am 29.4.2020 ver­öf­f­ent­licht wur­den, beant­wor­tet das BMF auf sei­ner Home­page all­ge­meine Fra­gen zur Anwend­bar­keit des Geset­zes, zum Antrags­ver­fah­ren ink­lu­sive der damit ver­bun­de­nen Nach­weispf­lich­ten und zu den för­der­fähi­gen Auf­wen­dun­gen. Außer­dem äußert sich das BMF zu bei­hil­fe­recht­li­chen Aspek­ten des For­schungs­zu­la­gen­ge­set­zes. Das BMF geht davon aus, dass die EU-Kom­mis­sion den von der Bun­des­re­gie­rung vor­ge­leg­ten Eva­lu­ie­rungs­plan bis 30.6.2020 posi­tiv beur­tei­len wird und rech­net mit einer dau­er­haf­ten Anwend­bar­keit des For­schungs­zu­la­gen­ge­set­zes.

Für die (elek­tro­ni­sche) Antrag­stel­lung wird es nach Aus­sage des BMF ein amt­lich vor­ge­schrie­be­nes For­mu­lar geben, das recht­zei­tig bereit ges­tellt wer­den wird. Die­ses For­mu­lar ist zusam­men mit der Beschei­ni­gung der Beschei­ni­gungs­s­telle über die För­der­fähig­keit des Pro­jekts nach Ablauf des Wirt­schafts­jah­res (früh­es­tens am 1.1.2021) ein­zu­rei­chen. Das Finanz­amt ent­schei­det dann bei Antrags­be­ar­bei­tung dar­über, wel­che wei­te­ren Unter­la­gen und Doku­men­ta­tio­nen vor­zu­le­gen sind. Zur Vor­be­rei­tung der Antrag­stel­lung beim Finanz­amt emp­fiehlt das BMF drin­gend, jetzt schon zeit­nahe Stun­den­er­fas­sun­gen von Arbeit­neh­mern zu ers­tel­len, die in F&E-Pro­jek­ten mit For­schungs- und Ent­wick­lung­s­tä­tig­kei­ten beschäf­tigt sind.

Zu der Frage, was begüns­tigte For­schungs- und Ent­wick­lungs­vor­ha­ben sind, ver­weist das BMF auf die Zustän­dig­keit der Beschei­ni­gungs­s­telle, die beim BMBF ange­sie­delt ist. Die Beschei­ni­gungs­s­telle wird laut am 5.5.2020 ver­öf­f­ent­lich­ten FAQ des BMBF Maß­s­täbe anwen­den, die sich wesent­lich an gän­gi­gen F&E-Kri­te­rien ori­en­tie­ren. Kri­te­rien für begüns­tigte F&E-Vor­ha­ben sol­len dem­nach sein, dass sie neu­ar­tig, ori­gi­när bzw. schöp­fe­risch, sys­te­ma­tisch (geplant und bud­ge­tier­bar), unge­wiss in Bezug auf das Ergeb­nis und über­trag­bar und/oder repro­du­zier­bar sind.

Hin­weis

Da das Aus­sch­rei­bungs­ver­fah­ren zur Bestim­mung der Beschei­ni­gungs­s­telle noch läuft, wird eine Antrags­stel­lung für die Beschei­ni­gung mit­tels eines elek­tro­ni­schen For­mu­lars auf einem noch ein­zu­rich­ten­den Web-Por­tal vor­aus­sicht­lich ab Som­mer/Herbst 2020 mög­lich sein. Mit einem Bescheid der Beschei­ni­gungs­s­telle soll spä­tes­tens drei Monate nach Antrag­stel­lung gerech­net wer­den kön­nen. Auf­grund feh­len­der Erfah­run­gen sch­ließt das BMBF jedoch Ver­zö­ge­run­gen in der Anfangs­phase nicht aus.

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