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Nexia Ebner Stolz

Ebner Stolz Taxomat: Nutzer favorisieren Familiensplitting

  • Ehe­gat­ten­s­p­lit­ting wird dem moder­nen Fami­li­en­bild nicht mehr gerecht
  • Stär­kere Berück­sich­ti­gung von Kin­dern
  • Wenig Reform­be­reit­schaft bei den Par­teien

Stutt­gart, 7. Sep­tem­ber 2017 - Das seit 1958 weit­ge­hend unbe­rührt geb­lie­bene Ehe­gat­ten­s­p­lit­ting wird dem moder­nen Fami­li­en­bild nicht mehr gerecht. Trotz „Ehe für alle“ haben andere Lebens­for­men, etwa Allein­er­zie­hende oder unver­hei­ra­tete Paare mit Kin­dern das Nach­se­hen. „Mit dem Ebner Stolz Taxo­mat woll­ten wir wis­sen, ob das her­kömm­li­che Ehe­gat­ten­s­p­lit­ting heute aus Bür­ger­sicht noch seine Berech­ti­gung hat“, erläu­tert Dr. Chri­s­toph Eppin­ger, Wirt­schafts­prü­fer und Part­ner bei Ebner Stolz in Stutt­gart. „In mei­ner Situa­tion als Fami­li­en­va­ter, der zudem mit einer Steu­er­be­ra­te­rin in einer „Wil­den Ehe“ lebt, ist dies natür­lich auch pri­vat ein Thema, das wir Zuhause dis­ku­tie­ren“, betont Eppin­ger sein per­sön­li­ches Inter­esse.

Wie funk­tio­niert der Taxo­mat?

Der Ebner Stolz Taxo­mat funk­tio­niert ähn­lich wie der Wahl-O-Mat; er beschränkt sich aller­dings auf den steu­er­li­chen Bereich. Der Taxo­mat kon­zen­triert sich auf die sechs Par­teien, die Poten­zial haben, in den Bun­des­tag ein­zu­zie­hen. Anhand von drei­zehn Fra­gen wird die Par­tei­prä­fe­renz zu steu­er­li­chen The­men ana­ly­siert - eine davon bezieht sich auf das Ehe­gat­ten­s­p­lit­ting.

Ehe­gat­ten­s­p­lit­ting beflü­gelte die Allein­ver­die­ner­ehe

Zu Beginn der Bun­des­re­pu­b­lik Deut­sch­land wur­den Frauen, die in einem frem­den Betrieb beschäf­tigt waren, indi­vi­du­ell besteu­ert. Dem­ge­gen­über unter­la­gen Ehe­frauen, die in dem­sel­ben Betrieb wie ihr Ehe­mann arbei­te­ten, selb­stän­dig oder frei­be­ruf­lich tätig waren, der Zusam­men­ver­an­la­gung. Diese unter­schied­li­che Besteue­rung von Ehe­frauen - je nach Art der Beschäf­ti­gung - bewer­tete das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt sein­er­zeit als Ver­stoß gegen Art. 6 GG - den Schutz von Ehe und Fami­lie. Dar­auf­hin wurde 1958 das sog. Ehe­gat­ten­s­p­lit­ting ein­ge­führt, also die Zusam­men­ver­an­la­gung von Ehe­part­nern mit dem sog. Split­ting­ta­rif. „Dies beflü­gelte das damals her­kömm­li­che Fami­li­en­bild der sog. Allein­ver­die­ner­ehe. Mit dem Ehe­gat­ten­s­p­lit­ting sollte eine beson­dere Aner­ken­nung der Funk­tion der Ehe­frau als Haus­frau und Mut­ter aus­ge­spro­chen wer­den“, been­det Eppin­ger sei­nen Blick in die Ver­gan­gen­heit.

Ehe­gat­ten­s­p­lit­ting gilt seit 1958 weit­ge­hend unve­r­än­dert

Seit sei­ner Ein­füh­rung ist das Ehe­gat­ten­s­p­lit­ting trotz viel­fa­cher Kri­tik unve­r­än­dert geb­lie­ben. Im Mai 2013 ent­schied das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt, dass die Ung­leich­be­hand­lung von Ver­hei­ra­te­ten und gleich­ge­sch­lecht­li­chen Leben­s­part­nern hin­sicht­lich des Ehe­gat­ten­s­p­lit­tings nicht mit dem all­ge­mei­nen Gleich­heits­satz gemäß Art. 3 GG ver­ein­bar ist. Nun­mehr gilt das Ehe­gat­ten­s­p­lit­ting auch für Leben­s­part­ner­schaf­ten.

Doch - ist das Ehe­gat­ten­s­p­lit­ting über­haupt noch zeit­ge­mäß? Der Fami­li­en­va­ter als allei­ni­ger Ernäh­rer gehört längst der Ver­gan­gen­heit an, Ehen wer­den geschie­den, Ehe­part­ner ver­wit­wen und ste­hen allein mit ihren Kin­dern da. Und viele Paare - auch mit Kin­dern - ent­schei­den sich für eine Fami­lie ohne Trau­schein. Soll wir­k­lich nur die wirk­sam gesch­los­sene Ehe zum Steu­er­vor­teil füh­ren - oder sollte das Split­ting nicht eher für Fami­lien - also Eltern mit Kin­dern - zur Anwen­dung kom­men?

Zwei-Drit­tel-Mehr­heit für Fami­li­en­s­p­lit­ting

67 % der mitt­ler­weile über 12.000 Nut­zer des Ebner Stolz-Taxo­ma­ten spra­chen sich für ein kin­der­f­reund­li­che­res „Ehe­gat­ten­s­p­lit­ting“, also für ein Fami­li­en­s­p­lit­ting, aus. 26 % sind mit der gegen­wär­ti­gen Form des Ehe­gat­ten­s­p­lit­tings zufrie­den und 7 % neh­men eine neu­trale Hal­tung ein.

Kein kla­rer Reform­wille bei den Par­teien

Und wie stel­len sich die Par­teien zum Thema Split­ting? „Bedau­er­li­cher­weise ist im Wahl­pro­gramm von CDU/CSU hierzu keine Aus­sage ent­hal­ten“, ana­ly­siert Eppin­ger, „und die FDP spricht sich sogar klar für die Bei­be­hal­tung des Ehe­gat­ten­s­p­lit­tings aus.“ SPD und Grüne wol­len das Ehe­gat­ten­s­p­lit­ting bei­be­hal­ten. Alter­na­tiv soll ein Fami­li­en­ta­rif oder ein Fami­li­en­bud­get gewählt wer­den kön­nen. Auch die AfD tritt für die Ergän­zung des Ehe­gat­ten­s­p­lit­tings durch ein sozial gerech­tes Fami­li­en­s­p­lit­ting ein. Noch wei­ter gehen die Lin­ken: Sie wol­len das Ehe­gat­ten­s­p­lit­ting durch fami­li­en­f­reund­li­che Steu­er­mo­delle erset­zen. „Es bleibt der Wahl­aus­gang abzu­war­ten, aber viel Bewe­gung wird in die­ser Frage nicht zu erwar­ten sein“, resü­miert Eppin­ger.

Pres­se­kon­takt

Dr. Ulrike Höreth
Ebner Stolz
Kro­nen­straße 30
70174 Stutt­gart
Tel. +49 711 2049-1371
ulrike.hoe­re­th@eb­ner­stolz.de

Unter­neh­mens­kon­takt

Dr. Chri­s­toph Eppin­ger
Ebner Stolz
Kro­nen­straße 30
70174 Stutt­gart
Tel.+49 711 2049-1409
chri­s­toph.eppin­ger@eb­ner­stolz.de

Über Ebner Stolz

Ebner Stolz ist eine der größ­ten unab­hän­gi­gen mit­tel­stän­di­schen Bera­tungs­ge­sell­schaf­ten in Deut­sch­land und gehört zu den Top Ten der Bran­che. Das Unter­neh­men ver­fügt über jahr­zehn­te­lange fun­dierte Erfah­rung in Wirt­schafts­prü­fung, Steu­er­be­ra­tung, Rechts­be­ra­tung und Unter­neh­mens­be­ra­tung. Die­ses breite Spek­trum bie­ten rund 1.300 Mit­ar­bei­ter in dem für sie typi­schen mul­ti­dis­zi­p­li­nä­ren Ansatz in allen wesent­li­chen deut­schen Groß­s­täd­ten und Wirt­schafts­zen­t­ren an. Als Markt­füh­rer im Mit­tel­stand bet­reut das Unter­neh­men über­wie­gend mit­tel­stän­di­sche Indu­s­trie-, Han­dels- und Dienst­leis­tungs­un­ter­neh­men aller Bran­chen und Grö­ß­en­ord­nun­gen.

Län­der­über­g­rei­fende Prü­fungs- und Bera­tungs­auf­träge führt Ebner Stolz zusam­men mit Part­nern von Nexia Inter­na­tio­nal durch, welt­weit eines der zehn größ­ten Netz­werke von Bera­tungs- und Wirt­schafts­prü­fungs­un­ter­neh­men. Ebner Stolz ist über Nexia in über 115 Län­dern mit mehr als 650 Büros ver­t­re­ten.



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