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Nexia Ebner Stolz

Ebner Stolz Taxomat: Klares Bekenntnis zur EU

  • Inter­na­tio­na­ler Steu­er­wett­be­werb wie­der im Auf­wind
  • EU-weit ein­heit­li­che steu­er­li­che Bemes­sungs­grund­lage ange­st­rebt
  • Drei Vier­tel der Taxo­mat-Nut­zer für EU-weite Steu­er­ve­r­ein­heit­li­chung

Stutt­gart, 11. Sep­tem­ber 2017 - Mit dem sog. BEPS-Pro­jekt (Base Ero­sion and Pro­fit Shif­ting) ver­folgte die OECD das hehre Ziel, den inter­na­tio­na­len Steu­er­wett­be­werb welt­weit ein­zu­däm­men. „Doch ist im Steu­er­recht zuneh­mend die Ten­denz zu beo­b­ach­ten, dass selbst inn­er­halb der Euro­päi­schen Union wie­der natio­nale Inter­es­sen in den Vor­der­grund rücken“, bewer­tet Dr. Sebas­tian Höl­scher, Steu­er­be­ra­ter und Part­ner bei Ebner Stolz in Köln, die aktu­elle Stim­mungs­lage. Und was sagen die Wäh­ler in Deut­sch­land? Mit dem Taxo­mat hat Ebner Stolz gefragt, ob die Nut­zer für eine EU-weite Steu­er­har­mo­ni­sie­rung sind.

Wie funk­tio­niert der Taxo­mat?

Der Ebner Stolz Taxo­mat funk­tio­niert ähn­lich wie der Wahl-O-Mat; er beschränkt sich aller­dings auf den steu­er­li­chen Bereich. Der Taxo­mat kon­zen­triert sich auf die sechs Par­teien, die Poten­zial haben, in den Bun­des­tag ein­zu­zie­hen. Anhand von drei­zehn Fra­gen wird die Par­tei­prä­fe­renz zu steu­er­li­chen The­men ana­ly­siert. Bis dato haben mehr als 13.000 Nut­zer die Fra­gen des Taxo­mats voll­stän­dig beant­wor­tet. Eine Frage bezieht sich auf die EU-weite Steu­er­har­mo­ni­sie­rung.

Inter­na­tio­nale Steu­er­po­li­tik auf den Punkt gebracht

Das von der OECD im Oktober 2015 ent­wi­ckelte Maß­nah­men­pa­ket zur Ver­mei­dung von schäd­li­chem Steu­er­wett­be­werb und aggres­si­ven Steu­er­ge­stal­tun­gen von inter­na­tio­nal agie­ren­den Unter­neh­men (Stich­wort BEPS) wird der­zeit umge­setzt. Sowohl Deut­sch­land, als auch zahl­rei­che Staa­ten, die am BEPS-Paket mit­ge­wirkt haben, ändern ihre Steu­er­ge­setze ent­sp­re­chend. Auch die EU hat dazu bereits Vor­ga­ben vor­ge­legt, die den Umset­zungs­druck für die Mit­g­lied­staa­ten erhöhen.

Aller­dings den­ken einige EU-Mit­g­lied­staa­ten laut über eine Her­ab­set­zung der Steu­er­sätze für Unter­neh­men nach bzw. haben diese bereits vor­ge­nom­men, z. B. Ungarn sowie der Noch-Mit­g­lied­staat Großbri­tan­nien. Auch die US-Regie­rung hat steu­er­li­che Erleich­te­run­gen für US-ame­ri­ka­ni­sche Unter­neh­men ange­kün­digt. „Mit Blick über den Atlan­tik lösen die Steu­er­re­form­pläne der US-Regie­rung unter Prä­si­dent Donald Trump mit deut­li­chen Steuer­ent­las­tun­gen für US-ame­ri­ka­ni­sche Unter­neh­men Sor­gen bei Exporteu­ren hier­zu­lande hin­sicht­lich ihrer Wett­be­werbs­fähig­keit aus“, so die Wahr­neh­mung von Höl­scher in sei­ner täg­li­chen Bera­tungs­pra­xis. „Gleich­wohl ist abzu­war­ten, inwie­weit die Steu­er­pläne der US-Regie­rung poli­tisch durch­ge­setzt wer­den kön­nen.“

Umge­kehrt wird auf EU-Ebene bereits seit gerau­mer Zeit über die Har­mo­ni­sie­rung der steu­er­li­chen Bemes­sungs­grund­la­gen dis­ku­tiert. „Dabei geht es nicht um die Ang­lei­chung der Steu­er­sätze für Unter­neh­men“, erläu­tert Höl­scher, „son­dern um die steu­er­li­che Gewin­ner­mitt­lung, d. h. um die Erar­bei­tung einer ein­heit­li­chen steu­er­li­chen Bemes­sungs­grund­lage, auf die dann letzt­lich die natio­na­len - durch­aus unter­schied­li­chen - Steu­er­sätze ange­wen­det wer­den.“

Kla­res Bekennt­nis zur EU

Fakt ist, dass Deut­sch­land mit ande­ren Staa­ten bei der Besteue­rung von Unter­neh­men im Wett­be­werb steht. Des­halb haben wir die Taxo­mat-Nut­zer gefragt, ob die Unter­neh­mens­be­steue­rung EU-weit ver­ein­heit­licht wer­den sollte. Drei Vier­tel der Befrag­ten haben sich für eine EU-weite Ver­ein­heit­li­chung der Unter­neh­mens­be­steue­rung aus­ge­spro­chen. Ledig­lich 17 Pro­zent der Taxo­mat-Nut­zer haben diese Frage vern­eint; wei­tere knapp 8 Pro­zent haben sich zu die­ser Frage noch keine absch­lie­ßende Mei­nung gebil­det.

Und was sagen die Par­teien?

Es dürfte kaum ver­wun­dern, dass im Wahl­pro­gramm der AfD hierzu keine Aus­sage zu fin­den ist. Ein kla­res Bekennt­nis zu einer ein­heit­li­chen steu­er­li­chen Bemes­sungs­grund­lage inn­er­halb der EU sowie der Ein­füh­rung von Min­dest­steu­er­sät­zen gibt es von Sei­ten der Sozial­de­mo­k­ra­ten; die CDU hin­ge­gen spricht ledig­lich von einer Annähe­rung und Har­mo­ni­sie­rung der Kör­per­schaft­steuer zwi­schen Deut­sch­land und Fran­k­reich. Auch das Wahl­pro­gramm der FDP ist nicht wir­k­lich kon­k­ret. Die Libe­ra­len tre­ten für eine Sicher­stel­lung einer fai­ren Besteue­rung für alle Unter­neh­men in Zusam­men­ar­beit mit G 20 und der EU ein, ohne den Stand­ort Deut­sch­land dabei zu gefähr­den. Die Lin­ken wol­len ein EU-wei­tes Steu­er­dum­ping ver­hin­dern. Sie for­dern dazu EU-weit einen Kör­per­schaft­steu­er­satz von min­des­tens 25 Pro­zent und eine Ver­b­rei­te­rung der steu­er­li­chen Bemes­sungs­grund­lage. Im Pro­gramm der Grü­nen fin­den sich hin­ge­gen wie­derum keine kon­k­re­ten Aus­sa­gen für oder gegen eine EU-weite Ver­ein­heit­li­chung. Ihnen geht es nach wie vor in ers­ter Linie um die Ver­hin­de­rung aggres­si­ver Steu­er­tricks. „Mein Fazit“, so Höl­scher, „die Taxo­mat-Nut­zer sind in steu­er­li­cher Hin­sicht wei­t­aus euro­päi­scher als so man­che Par­tei.“

Pres­se­kon­takt

Dr. Ulrike Höreth
Ebner Stolz
Kro­nen­straße 30
70174 Stutt­gart
Tel. +49 711 2049-1371
ulrike.hoe­re­th@eb­ner­stolz.de

Unter­neh­mens­kon­takt

Dr. Sebas­tian Höl­scher
Ebner Stolz
Holz­markt 1
50676 Köln
Tel.+49 221 20643-237
sebas­tian.hoel­scher@eb­ner­stolz.de

Über Ebner Stolz

Ebner Stolz ist eine der größ­ten unab­hän­gi­gen mit­tel­stän­di­schen Bera­tungs­ge­sell­schaf­ten in Deut­sch­land und gehört zu den Top Ten der Bran­che. Das Unter­neh­men ver­fügt über jahr­zehn­te­lange fun­dierte Erfah­rung in Wirt­schafts­prü­fung, Steu­er­be­ra­tung, Rechts­be­ra­tung und Unter­neh­mens­be­ra­tung. Die­ses breite Spek­trum bie­ten rund 1.300 Mit­ar­bei­ter in dem für sie typi­schen mul­ti­dis­zi­p­li­nä­ren Ansatz in allen wesent­li­chen deut­schen Groß­s­täd­ten und Wirt­schafts­zen­t­ren an. Als Markt­füh­rer im Mit­tel­stand bet­reut das Unter­neh­men über­wie­gend mit­tel­stän­di­sche Indu­s­trie-, Han­dels- und Dienst­leis­tungs­un­ter­neh­men aller Bran­chen und Grö­ß­en­ord­nun­gen.

Län­der­über­g­rei­fende Prü­fungs- und Bera­tungs­auf­träge führt Ebner Stolz zusam­men mit Part­nern von Nexia Inter­na­tio­nal durch, welt­weit eines der zehn größ­ten Netz­werke von Bera­tungs- und Wirt­schafts­prü­fungs­un­ter­neh­men. Ebner Stolz ist über Nexia in über 115 Län­dern mit mehr als 650 Büros ver­t­re­ten.



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