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Szenarioplanung - unverzichtbar in der ungewissen Corona-Krise

Insbesondere um an die Fördertöpfe von staatlicher Seite zu gelangen, ist eine Szenarioplanung unverzichtbar.

Die Corona-Pan­de­mie ist von dyna­mi­schen und nicht belast­bar vor­her­seh­ba­ren wei­te­ren Ent­wick­lung geprägt. Doch ohne Pla­nung geht es auch in die­ser unge­wis­sen Situa­tion nicht. So sind, bspw. für die Bean­tra­gung von KfW-Mit­teln, u. a. Abschät­zun­gen über die Höhe sowie die Dauer des Liqui­di­täts­be­darfs, die wei­tere wirt­schaft­li­che Ent­wick­lung und die Zukunfts­aus­sich­ten des betref­fen­den Unter­neh­mens erfor­der­lich.

Da sich eine genaue Ablei­tung der Pla­nungs­prä­mis­sen zur­zeit schwie­rig gestal­tet, kann eine Ablei­tung der wirt­schaft­li­chen Rah­men­be­din­gun­gen nur über varia­ble Sze­na­rio­pla­nun­gen erfol­gen. Eine Annähe­rung an die Prä­mis­sen ist dabei prin­zi­pi­ell über drei grund­sätz­li­che Sze­na­rien mög­lich:

Szenarioplanung

Für die dar­ge­s­tell­ten Sze­na­rio-Para­me­ter sind hier­aus abge­lei­tet bran­chen- und situa­ti­ons­spe­zi­fi­sche Detail­lie­run­gen vor­zu­neh­men: Wäh­rend bspw. ein die Her­s­tel­ler medi­zi­ni­scher Schutz­k­lei­dun­gen oder Beat­mungs­ge­räte eher mit den Her­aus­for­de­run­gen eines Voll­schicht­be­trie­bes, den damit u. a. ein­her­ge­hen­den Vor­fi­nan­zie­rungs- und Logis­ti­kef­fek­ten zu kämp­fen hat, sind für Unter­neh­men, bei denen die Nach­frage ein­ge­bro­chen ist, dif­fe­ren­zier­tere und spe­zi­fi­schere Prä­mis­sen erfor­der­lich.

Zur unter­neh­mens­spe­zi­fi­schen Ermitt­lung der Aus­wir­kun­gen des jewei­li­gen Sze­na­rios bie­tet sich ein struk­tu­rier­tes Vor­ge­hen an:

1. Ablei­tung von Worst Case-Sze­na­rien

Im Rah­men der Ablei­tung von Worst Case-Sze­na­rien sind über die Auf­nahme des Sta­tus quo sowie über fak­ten­ba­sierte Erkennt­nisse (Kun­den­ab­rufe, län­der­spe­zi­fi­sche Aus­sich­ten, Ver­hal­ten Lie­fe­r­an­ten etc.) poten­zi­elle Risi­ken zu iden­ti­fi­zie­ren und zu prio­ri­sie­ren. Die Prio­ri­sie­rung erfolgt dabei über die Fak­to­ren „Ein­tritts­wahr­schein­lich­keit“ sowie „Aus­wir­kun­gen“.

2. Defini­tion von Gegen­maß­nah­men

Auf Basis der abge­lei­te­ten prio­ri­sier­ten Risi­ken kann nach­fol­gend die Defini­tion von geeig­ne­ten und mach­ba­ren Gegen­maß­nah­men erfol­gen (bspw. Kurz­ar­beit, Finan­zie­rungs­not­wen­dig­kei­ten, Miet­stun­dun­gen etc.). Die Maß­nah­men sind dabei zu quan­ti­fi­zie­ren, hin­sicht­lich der Zeit­schiene zu defi­nie­ren, zu prio­ri­sie­ren und mit Ver­ant­wort­lich­kei­ten zu ver­se­hen.

3. Sze­na­rio­pla­nun­gen

Nach Fest­le­gung der Sze­na­rien und Defini­tion bzw. der Quan­ti­fi­zie­rung der Gegen­maß­nah­men sind die jewei­li­gen Sze­na­rio­ef­fekte in eine inte­grierte, monats­ba­sierte Pla­nung über­zu­lei­ten. Mit Hilfe der sich hier­aus erge­ben­den Sze­na­rio­pla­nun­gen kann ein even­tu­el­ler Liqui­di­täts­be­darf plau­si­bel abge­lei­tet und finan­zie­rer­ad­äquat auf­be­rei­tet wer­den. Die so ermit­tel­ten Pla­nun­gen bil­den die Basis für die Gene­rie­rung von KfW-Mit­teln sowie Bürg­schaf­ten.

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