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KfW-Schnellkredit für den Mittelstand

Mittelständische Unternehmen berichteten in vielen Fällen über Probleme, von ihren Hausbanken Kreditzusagen für die KfW-Corona-Hilfen (KfW-Unternehmerkredite oder ERP-Gründerkredite - Universell) zu bekommen. Die Bundesregierung reagierte darauf bereits im April 2020 mit der Einführung von KfW-Schnellkrediten, bei welchen der Bund das Ausfallrisiko vollständig übernimmt.

Am 6.4.2020 wurde für kleine und mit­tel­stän­di­sche Unter­neh­men mit mehr als zehn Mit­ar­bei­tern die Mög­lich­keit geschaf­fen, KfW-Sch­nell­k­re­dite für Anschaf­fun­gen und lau­fende Kos­ten zu bean­tra­gen. Die Beson­der­heit ist, dass die KfW diese Kre­dite mit einer Garan­tie des Bun­des von 100 % absi­chert. Mit den KfW-Sch­nell­k­re­di­ten hat die Bun­des­re­gie­rung auf For­de­run­gen ver­schie­de­ner Unter­neh­mens­ver­bände rea­giert. Die Haus­ban­ken waren wegen nega­ti­ver Zukunfts­aus­sich­ten und damit ein­her­ge­hen­der feh­len­der Kre­dit­wür­dig­keit der antrag­s­tel­len­den Unter­neh­men teil­weise nicht zur Über­nahme des bis­lang ver­b­lei­ben­den Risi­kos von 10 % bereit gewe­sen und hat­ten Kre­dit­zu­sa­gen für die bereits lau­fen­den KfW-Corona-Hil­fen ver­sagt. Mit der voll­stän­di­gen Risi­ko­über­nahme durch den Bund soll die­ses Pro­b­lem beho­ben wer­den.

Mit den KfW-Sch­nell­k­re­di­ten kön­nen Unter­neh­men mit 11 bis 50 Beschäf­tig­ten einen Kre­dit von maxi­mal 500.000 Euro bean­tra­gen. Unter­neh­men mit mehr als 50 und bis zu 249 Mit­ar­bei­tern kön­nen einen Sch­nell­k­re­dit von bis zu 800.000 Euro auf­neh­men. Der Kre­dit­be­trag ist gede­ckelt auf bis zu drei Monat­s­um­sätze des Jah­res 2019 und wird nur Unter­neh­men gewährt, die bereits min­des­tens seit Januar 2019 am Markt sind und zuletzt Gewinne erwirt­schaf­tet haben (ent­we­der im Jahr 2019 oder im Durch­schnitt der ver­gan­ge­nen drei Jahre). Der Zins­satz für die Sch­nell­k­re­dite beläuft sich aktu­ell auf 3 %, die Lauf­zeit der Sch­nell­k­re­dite beträgt zehn Jahre. Wegen der voll­stän­di­gen Risi­ko­über­nahme durch die KfW ent­fällt eine Risi­ko­prü­fung sei­tens der Haus­bank.

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