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Ukraine-Krieg: Gemeinsames Webinar zum Maßnahmenpaket für Unternehmen

Wie un­terstützt die Bun­des­re­gie­rung vom Krieg in der Ukraine un­mit­tel­bar oder mit­tel­bar be­trof­fene Un­ter­neh­men? Was können und soll­ten be­trof­fene Un­ter­neh­men tun, um ihre Fi­nan­zie­rung in die­sen her­aus­for­dern­den Zei­ten zu si­chern?

Am 08.04.2022 hat die Bun­des­re­gie­rung erst­ma­lig ein Maßnah­men­pa­ket an­gekündigt, auf des­sen Ba­sis Un­ter­neh­men, wel­che von den wirt­schaft­li­chen Aus­wir­kun­gen des Krie­ges in der Ukraine be­trof­fen sind, staat­li­che Un­terstützun­gen be­an­tra­gen können. Das Maßnah­men­pa­ket der Bun­des­re­gie­rung ba­siert auf dem be­fris­te­ten Bei­hil­fe­rah­men der EU-Kom­mis­sion vom 24.03.2022.

Im Rah­men un­se­res Webi­nars, das am 22.06.2022 er­folgte, ha­ben wir ge­mein­sam mit der Fin­Match AG zen­trale Be­stand­teile des Maßnah­men­pa­kets dar­ge­stellt.

Die Fin­Match AG ist eine un­abhängige Cor­po­rate Fi­nance Platt­form, wel­che auf die Struk­tu­rie­rung von Un­ter­neh­mens­fi­nan­zie­run­gen jeg­li­cher Art, auch un­ter Ein­be­zug von öff­ent­li­chen Förder­mit­teln und Zu­schüssen, spe­zia­li­siert ist. Sie ist so­mit ein ers­ter An­sprech­part­ner bei ei­ner et­wai­gen In­an­spruch­nahme der kre­dit­ba­sier­ten In­stru­mente des be­fris­te­ten Un­terstützungs­rah­mens.

Da­mit steht uns mit der Fin­Match AG ein An­sprech­part­ner zur Verfügung, mit dem un­ter Be­ach­tung der ak­tu­el­len staat­li­chen Maßnah­men Fi­nan­zie­run­gen in­di­vi­du­ell auf Ihre Bedürf­nisse zu­ge­schnit­ten um­ge­setzt wer­den können.

Kon­kret wurde im Webi­nar ins­be­son­dere auf fol­gende Maßnah­men der Bun­des­re­gie­rung und de­ren mögli­che In­an­spruch­nahme ein­ge­gan­gen:

KfW-Kreditprogramm - UBR 2022

Das KfW-Son­der­pro­gramm UBR 2022 bie­tet be­trof­fe­nen Un­ter­neh­men im Zu­sam­men­hang mit den mi­litäri­schen Ag­gres­sio­nen Russ­lands oder den dar­aus er­ge­ben­den wirt­schaft­li­chen Sank­tio­nen eine zinsgüns­tige Fi­nan­zie­rung. Im Webi­nar wurde im De­tail dar­ge­stellt, wel­che Un­ter­neh­men im Sinne der KfW-Vor­ga­ben an­trags­be­rech­tigt und be­trof­fen sind. Hierzu zählen un­ter an­de­rem Um­satzrückgänge, Pro­duk­ti­ons­ausfälle und ge­stie­gene En­er­gie­kos­ten im Zu­sam­men­hang mit den Ent­wick­lun­gen in den Ländern Ukraine, Bela­rus und Russ­land.

Die zinsgüns­ti­gen Fi­nan­zie­rungs­mit­tel können so­wohl für In­ves­ti­tio­nen als auch Be­triebs­mit­tel ein­ge­setzt wer­den.

Be­trof­fene und an­trags­be­rech­tigte Un­ter­neh­men können bis zu 100 Mio. EUR pro Un­ter­neh­mens­gruppe, ma­xi­mal je­doch 15 % des durch­schnitt­li­chen Ge­samt­um­sat­zes oder 50 % der En­er­gie­kos­ten fi­nan­zie­ren.

Bei Kre­dit­beträgen über 25 Mio. EUR gel­ten zusätz­lich 50 % der Ge­samt­ver­schul­dung oder 30 % der Bi­lanz­summe als Ober­grenze. Ab die­sem Vo­lu­men steht auch die KfW selbst als Kon­sor­ti­al­part­ner oder in­di­rekt als Ri­si­koun­ter­be­tei­li­gung zur Verfügung.

In Abhängig­keit des Fi­nan­zie­rungs­vo­lu­mens ste­hen ver­schie­dene An­trags­pro­zesse zur Verfügung. Die Fin­Match AG be­glei­tet in­ter­es­sierte Un­ter­neh­men während des ge­sam­ten Pro­zes­ses und gewähr­leis­tet eine förder­kon­forme und ef­fi­zi­ente An­trag­stel­lung wie auch an­schließende Um­set­zung über ge­eig­nete Fi­nan­zie­rungs­part­ner.

Kostenzuschuss für durch Preissteigerungen bei Strom und Erdgas besonders betroffenen Unternehmen

Un­ter­neh­men, die we­gen deut­lich ge­stie­ge­ner En­er­gie­kos­ten bei Gas und Strom stark be­las­tet sind, soll im Zeit­raum zwi­schen Fe­bruar und Sep­tem­ber 2022 ein Kos­ten­zu­schuss gewährt wer­den. Die ge­naue Aus­ge­stal­tung des Pro­gram­mes steht der­zeit noch aus.

Eine An­trags­be­rech­ti­gung wird dies­bezüglich dann ge­ge­ben sein, wenn das Un­ter­neh­men ei­ner en­er­gie- und han­dels­in­ten­si­ven Bran­che (etwa der Her­stel­lung und Ver­ede­lung von Be­klei­dung, Tep­pi­chen und sons­ti­gen Tex­ti­lien, Gum­mi­wa­ren, Me­tall­wa­ren und Glas) an­gehört, oder von der EU als be­son­ders be­trof­fe­ner Sek­tor de­fi­niert wor­den ist (u. a. Che­mie, Glas, Stahl, Me­talle, Ke­ra­mik)

Der für die Förde­rung maßgeb­li­che Scha­den be­rech­net sich aus der Dif­fe­renz zwi­schen dem Preis für Strom und Gas in­ner­halb des Förder­zeit­rau­mes und dem dop­pel­ten Durch­schnitts­preis im Ge­schäfts­jahr 2021. Eine Förde­rung wird dem­nach nur für den Teil des Preis­an­stiegs gewährt, wel­cher das Ni­veau im Jahr 2021 um mehr als das Dop­pelte über­steigt.

Die letzt­end­li­che Förde­rung deckt le­dig­lich einen Teil des maßgeb­li­chen Scha­dens ab. Je nach Be­trof­fen­heit sind im Rah­men des Kos­ten­zu­schus­ses ver­schie­dene Förder­stu­fen vor­ge­se­hen.

Re­fe­ren­ten der Ver­an­stal­tung wa­ren:

  • Marc Breit­maier + Yan­nick Neu­kamm (Fin­Match AG)
  • Pa­trick Huhn
  • Hen­rik Stef­fan

Hin­weis: Gerne las­sen wir Ih­nen ein Link zum Mit­schnitt des Webi­nars zu­kom­men. Sen­den Sie uns dazu bitte eine kurze Nach­richt an s-ver­an­stal­tun­gen@eb­ner­stolz.de mit dem Be­treff „Webi­nar-Mit­schnitt Maßnah­men­pa­ket der Bun­des­re­gie­rung“.

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