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Finanzierungsbeiträge - wer kann was zur Krisenbewältigung beitragen?

In Krisensituationen müssen alle Finanzierer ihren Beitrag leisten. Wie schnürt man ein angemessenes Paket zwischen Eigen- und Fremdkapitalgebern?

Die Bewäl­ti­gung einer wirt­schaft­li­chen Krise, wie in der der­zei­ti­gen Corona-Pan­de­mie, ist häu­fig ohne mone­täre Bei­träge der wesent­li­chen Finan­zie­rer nicht mög­lich. Dabei gilt es, mit den Eigen- und Fremd­ka­pi­tal­ge­bern ein aus­ge­wo­ge­nes Paket zu schnü­ren, das die jewei­li­gen, z.T. gegen­läu­fige Inter­es­sen, (regu­la­to­ri­sche) Sach­zwänge, aber auch Mög­lich­kei­ten im Sinne eines trag­fähi­gen Kom­pro­mis­ses ange­mes­sen berück­sich­tigt.

Vor­aus­set­zung hier­für ist das Vor­lie­gen einer belast­ba­ren Unter­neh­mens­pla­nung, die die Akzeptanz der Kapi­tal­ge­ber fin­det und die eine Durch­fi­nan­zie­rung mit­tels geeig­ne­ter Bei­träge auf­zeigt. Gesell­schaf­ter, die Ban­ken und auch die Lie­fe­r­an­ten sind ins Boot zu holen, um für das jewei­lige Unter­neh­men eine ange­mes­sene Lösung zu fin­den.

Gesell­schaf­ter­bei­träge

  • Stun­dung bzw. Redu­zie­rung des Unter­neh­mer­lohns
  • Stun­dung bzw. Ver­zicht auf Aus­schüt­tun­gen bzw. /Divi­den­den, Steu­er­vor­aus­zah­lun­gen (bei Per­so­nen­ge­sell­schaf­ten etc.)
  • Rück­zah­lung von Upst­ream-Dar­le­hen
  • Gewäh­rung zusätz­li­cher Gesell­schaf­ter­dar­le­hen (Gesell­schaf­ter­dar­le­hen sind aktu­ell unter bestimm­ten Vor­aus­set­zun­gen nicht mehr nachran­gig gegen­über sons­ti­gen Ver­bind­lich­kei­ten)
  • Zins­stun­dun­gen von Gesell­schaf­ter­dar­le­hen
  • Stun­dung bzw. Ver­zicht auf Mie­ten bei Kon­s­tel­la­tion mit Betriebs­auf­spal­tung
  • Kapi­ta­l­er­höh­ung

Ban­ken­bei­träge

  • Til­gungs­stun­dung
  • Sanie­rungs­zins
  • Fresh Money (Sanie­rungs-/Über­brü­ckungs­k­re­dite) unter Nut­zung der För­der­pro­gramme
  • Umschul­dung
  • (Teil)Ver­zicht
  • Aus­set­zen von Coven­ants

Waren­k­re­dit­ver­si­che­rer / Lie­fe­r­an­ten

  • Gewäh­rung bedarfs­ge­rech­ter Ver­si­che­rungs­li­mits
  • Adjus­tie­rung der Zah­lungs­ziele
  • Stun­dung bzw. Zah­lungs­ve­r­ein­ba­rung von Alt­ver­bind­lich­kei­ten
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