de en
Nexia Ebner Stolz

Themen

Corona-Krise: Ausgliederung und Verkauf von Unternehmensteilen als Handlungsoption?

Liquidität kann auch durch die Ausgliederung von Unternehmensbereichen, die nicht zum Kerngeschäft gehören, gewonnen werden.

Im Ver­lauf einer Unter­neh­mens­krise zeich­net sich unter Umstän­den ab, dass eine kurz­fris­tige Aus­g­lie­de­rung (Carve Out) oder eine Ver­äu­ße­rung von Unter­neh­mens­tei­len eine sinn­volle Option zur Sta­bi­li­sie­rung der Unter­neh­mens­lage bzw. zur Gewin­nung von Liqui­di­tät dar­s­tellt. So besch­leu­nigt eine wirt­schaft­li­che Schwäche­phase, vor­aus­sicht­lich her­vor­ge­ru­fen durch die „Corona-Kri­se“, not­wen­dige Ver­än­de­run­gen, die sich bereits zuvor abzeich­ne­ten - oder löst die aku­ten Kri­sen­ur­sa­chen aus.

Als Reak­tion hier­auf kommt die Aus­g­lie­de­rung von Berei­chen, die nicht unbe­dingt zum Kern­ge­schäft gehö­ren oder wirt­schaft­lich in einer Schie­flage sind, in Betracht. Glei­ches kann für Unter­neh­mens­teile gel­ten, die bereits einer gewis­sen Ver­selb­stän­di­gung unter­lie­gen. Der Auf­wand und die Kom­ple­xi­tät des Her­aus­lö­sens stei­gen dabei mit dem Maß einer wirt­schaft­li­chen und orga­ni­sa­to­ri­schen Ver­f­lech­tung der rele­van­ten Ein­heit mit dem ver­b­lei­ben­den Unter­neh­mens­teil.

Das Sta­dium der Unter­neh­mens­krise bestimmt zudem die ver­füg­bare Zeit, den ver­b­lei­ben­den Hand­lungs­spiel­raum sowie die zeit­li­chen Gestal­tungs­mög­lich­kei­ten.

Die Beson­der­heit liegt hier­bei nicht sel­ten darin, dass dem Ver­kauf­s­pro­zess einer­seits nicht der übli­cher­weise ver­füg­bare Zei­trah­men ein­ge­räumt wer­den kann, ande­rer­seits aber auch kein unkon­trol­lier­ter „Fire­sa­le“ erfol­gen darf. Die Not­wen­dig­keit, kurz­fris­tig das Unter­neh­men zu sta­bi­li­sie­ren bzw. Liqui­di­tät zu sichern, steht mit der Kon­trolle über den Pro­zess in einem Span­nungs­ver­hält­nis. Glei­ches gilt für den erziel­ba­ren Ver­kauf­s­preis.

Hin­weis

Die leis­tungs­wirt­schaft­li­che Umset­zung, die steu­er­li­che und recht­li­che Gestal­tung der Trans­ak­tion, wie auch die Erstel­lung der not­wen­di­gen „Finan­cials“ (Carve Out-Finan­cials, Pla­nung etc.) bis hin zur Umset­zung und Steue­rung des Ver­kauf­s­pro­zes­ses mit den Betei­lig­ten und das Iden­ti­fi­zie­ren von poten­zi­el­len Käu­fern wer­den übli­cher­weise unter dem Begriff „Distres­sed M&A“ zusam­men­ge­fasst.
 

nach oben