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Covid 19: Auswirkungen auf die Zwischenberichterstattung nach IAS 34

Un­ter­neh­men müssen im Rah­men ih­rer Zwi­schen­be­richt­er­stat­tung zusätz­li­che An­ga­ben ma­chen, um die fi­nan­zi­el­len Aus­wir­kun­gen der Corona-Pan­de­mie und der zur Kon­trolle des Vi­rus ein­ge­lei­te­ten Maßnah­men dar­zu­le­gen.

Viele Un­ter­neh­men be­rich­ten ver­mut­lich erst­ma­lig über die Aus­wir­kun­gen der Corona-Pan­de­mie im Rah­men ih­rer Zwi­schen­be­richt­er­stat­tung. Grundsätz­lich gel­ten alle für den Jah­res­ab­schluss gel­ten­den An­satz- und Be­wer­tungs­richt­li­nien eben­falls für Zwi­schen­ab­schlüsse, wenn­gleich Schätzun­gen in der Re­gel um­fang­rei­cher in Zwi­schen­ab­schlüssen ver­wen­det wer­den. Da­her ist nach IAS 34 Zwi­schen­be­richt­er­stat­tung si­cher­zu­stel­len, dass die In­for­ma­tio­nen verläss­lich sind und alle re­le­van­ten In­for­ma­tio­nen of­fen­ge­legt wer­den (vgl. IAS 34.41).

Nach IAS 34 müssen Un­ter­neh­men in ih­rer Zwi­schen­be­richt­er­stat­tung eine Erläute­rung der Er­eig­nisse und Ge­schäfts­vorfälle beifügen, die für das Verständ­nis der Verände­run­gen, die seit Ende des letz­ten Ge­schäfts­jah­res bei der Vermögens-, Fi­nanz- und Er­trags­lage des Un­ter­neh­mens ein­ge­tre­ten sind, er­heb­lich sind (vgl. IAS 34.15). Dies be­deu­tet, dass zusätz­li­che An­ga­ben ge­macht wer­den müssen, um die fi­nan­zi­el­len Aus­wir­kun­gen der Corona-Pan­de­mie und der zur Kon­trolle des Vi­rus ein­ge­lei­te­ten Maßnah­men dar­zu­le­gen. Diese An­ga­ben soll­ten un­ter­neh­mens­spe­zi­fi­sch sein und die Umstände des je­wei­li­gen Un­ter­neh­mens wi­der­spie­geln. Dem­nach soll­ten die gemäß IAS 34.15B ge­for­der­ten An­ga­ben zusätz­lich fol­gende In­for­ma­tio­nen be­inhal­ten:

  • die Aus­wir­kun­gen der Corona-Pan­de­mie und der zur Eindämmung des Vi­rus ein­ge­lei­te­ten Maßnah­men auf das Er­geb­nis, das Net­to­vermögen und den Cash­flow,
  • be­deut­same Er­mes­sens­ent­schei­dun­gen, die zu­vor nicht er­for­der­lich wa­ren, z. B. Er­mes­sens­ent­schei­dun­gen im Rah­men der Er­mitt­lung des ECL,
  • ak­tua­li­sierte An­ga­ben zu we­sent­li­chen Schätz­wer­ten und
  • Er­eig­nisse nach dem Ende der Zwi­schen­be­richts­pe­riode.
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