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Keine erbschaftsteuerfreie Zuwendung von Zweit- und Ferienwohnungen

Die Zuwen­dung des Fami­li­en­wohn­heims an den ande­ren Ehe­gat­ten oder der Erwerb von Todes wegen durch den über­le­ben­den Ehe­gat­ten bzw. durch Kin­der und Enkel­kin­der ist unter bestimm­ten Vor­aus­set­zun­gen von der Erb­schaft- und Schen­kung­steuer bef­reit - dies gilt laut Urteil des BFH vom 18.7.2013 (Az. II R 35/11) aller­dings nur, sofern das Fami­li­en­wohn­heim auch Mit­tel­punkt des fami­liä­ren Lebens ist.

Der BFH legt die sehr weit­rei­chende Steu­er­be­f­rei­ung für Fami­li­en­wohn­heime ein­schrän­k­end aus. Für den Fall einer unent­gelt­li­chen Über­tra­gung zwi­schen Ehe­gat­ten ent­schied er, dass ein zu eige­nen Wohn­zwe­cken genutz­tes Gebäude, in dem sich nicht der Mit­tel­punkt des fami­liä­ren Lebens der Ehe­leute befin­det, kein steu­er­be­güns­tig­tes Fami­li­en­wohn­heim ist. Somit unter­fal­len Zweit- oder Feri­en­woh­nun­gen nicht der Steu­er­be­f­rei­ung.

Hin­weis

Nach Auf­fas­sung des BFH fehlt für eine wei­ter­ge­hende Steu­er­be­f­rei­ung, die die Zuwen­dung aller von den Ehe­leu­ten selbst genutz­ter Häu­ser und Eigen­tums­woh­nun­gen, also auch von Zweit- und Feri­en­woh­nun­gen, erfasst, eine sach­li­che Recht­fer­ti­gung. Diese Recht­sp­re­chung dürfte auch für den Fall des Erwerbs von Todes wegen einer Immo­bi­lie durch Kin­der und Enkel gel­ten.

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