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Lohnsteuerliche Behandlung der Überlassung von geleasten E-Fahrrädern

Werden betriebliche, geleaste E-Bikes den Mitarbeitern auch zur privaten Nutzung überlassen, liegt lohnsteuerlich Arbeitsentgelt vor.

Hat der Arbeit­neh­mer laut Arbeits­ver­trag oder auf Grund einer ande­ren arbeits­recht­li­chen Rechts­grund­lage einen Anspruch auf Über­las­sung eines vom Arbeit­ge­ber geleas­ten (Elek­tro-)Fahr­rads auch zur pri­va­ten Nut­zung, geht das BMF mit Sch­rei­ben vom 17.11.2017 von einem lohn­steu­erpf­lich­ti­gen geld­wer­ten Vor­teil des Arbeit­neh­mers aus. Die­ser ist monat­lich mit 1 % der auf volle 100 Euro abge­run­de­ten unver­bind­li­chen Preis­emp­feh­lung des Her­s­tel­lers, Importeurs oder Großh­änd­lers im Zeit­punkt der Inbe­trieb­nahme ein­sch­ließ­lich Umsatz­steuer zu bewer­ten. Damit sind neben Pri­vat­fahr­ten auch Fahr­ten zwi­schen Woh­nung und Tätig­keits­stätte abge­gol­ten.

Erwirbt der Arbeit­neh­mer nach Been­di­gung der Lauf­zeit des Lea­sing­ver­trags das von ihm bis dahin genutzte (Elek­tro-)Fahr­rad von dem Lea­sing­ge­ber oder einem ein­ge­schal­te­ten Dienst­leis­ter zu einem gerin­ge­ren Preis als dem um übli­che Preis­nach­lässe gemin­der­ten übli­chen End­preis am Abga­be­ort, ist der Unter­schieds­be­trag als Arbeits­lohn zu ver­steu­ern. Aus Ver­ein­fa­chungs­grün­den kann der übli­che End­preis mit 40 % der auf volle 100 Euro abge­run­de­ten unver­bind­li­chen Preis­emp­feh­lung im Zeit­punkt der Inbe­trieb­nahme ange­setzt wer­den. Sofern die Zusätz­lich­keits­vor­aus­set­zung erfüllt wird, kommt eine pau­schale Ver­steue­rung mit 30 % in Betracht, wobei zur Ermitt­lung der Bemes­sungs­grund­lage laut BMF ggf. die vor­ge­nannte Ver­ein­fa­chungs­re­ge­lung her­an­ge­zo­gen wer­den kann.



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