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Ebner Stolz Taxomat: Parteien für Abschaffung der Abgeltungsteuer - doch was denken die Bürger?

  • Die eta­b­lier­ten Par­teien for­dern das Aus der Abgel­tung­steuer
  • 58 Pro­zent der Taxo­mat-Befrag­ten sind für deren Bei­be­hal­tung
  • Abschaf­fung der Steuer steu­er­sys­te­ma­tisch bedenk­lich

Stutt­gart, 5. Sep­tem­ber 2017 - Steht die Abgel­tung­steuer tat­säch­lich vor dem Aus? Und trifft diese For­de­rung der Par­teien auch das Mei­nungs­bild der Bür­ger? Der Ebner Stolz Taxo­mat gleicht das Stim­mungs­bild der Wäh­ler mit den Wahl­kampf­kon­zep­ten der Par­teien ab, die eine rea­lis­ti­sche Chance haben, in den Bun­des­tag gewählt zu wer­den.

Wie funk­tio­niert der Taxo­mat?

Der Ebner Stolz Taxo­mat funk­tio­niert ähn­lich wie der Wahl-O-Mat; er beschränkt sich aller­dings auf den steu­er­li­chen Bereich. Der Taxo­mat kon­zen­triert sich auf die sechs Par­teien, die Poten­zial haben, in den Bun­des­tag ein­zu­zie­hen. Anhand von drei­zehn Fra­gen wird die Par­tei­prä­fe­renz zu steu­er­li­chen The­men ana­ly­siert - eine davon bezieht sich auf die Abgel­tung­steuer.

Abgel­tung­steuer gibt es erst seit 2009

Die erst 2009 ein­ge­führte pau­schale Steuer auf Kapi­ta­l­er­träge trägt im Wesent­li­chen zur Ver­fah­rens­ve­r­ein­fa­chung bei. Es han­delt sich dabei um eine Quel­len­steuer auf Kapi­ta­l­er­träge, also auf Zin­sen, Divi­den­den und Ver­äu­ße­rungs­ge­winne. Die Höhe der Abgel­tung­steuer beträgt ein­heit­lich 25 Pro­zent. Sie wird direkt an der Quelle ein­be­hal­ten. Damit gilt die Steu­erpf­licht für den Pri­vat­an­le­ger als abge­gol­ten.

Steu­er­ve­r­ein­fa­chung - unter dem Preis der Bes­ser­stel­lung der Rei­chen

Die Folge: Die bereits besteu­er­ten Kapi­ta­l­er­träge müs­sen nicht mehr in der jähr­li­chen Ein­kom­men­steue­r­er­klär­ung auf­ge­führt wer­den. Und: Sie wer­den nicht mit dem indi­vi­du­el­len Steu­er­satz ver­steu­ert. „Wer einer gerin­ge­ren tarif­li­chen Ein­kom­men­steuer unter­liegt, kann die sog. Güns­ti­ger­prü­fung bean­tra­gen. In die­sem Fall wird die zu viel gezahlte Ein­kom­men­steuer zurück erstat­tet“, erläu­tert Manuela Wän­ger, Steu­er­be­ra­te­rin und Part­ne­rin bei Ebner Stolz in Stutt­gart. Von der Abgel­tung­steuer pro­fi­tie­ren in ers­ter Linie Steu­erpf­lich­tige mit höhe­rem Ein­kom­men und dem­zu­folge einem über 25 Pro­zent lie­gen­den Ein­kom­men­steu­er­satz. Denn auch sie zah­len auf Kapi­ta­l­er­träge ledig­lich 25 Pro­zent Steuer.

Par­teien neh­men sich der Kri­tik an

Ins­be­son­dere diese Bes­ser­stel­lung der Rei­chen wird viel­fach kri­ti­siert - und so machen sich fast alle poten­zi­el­len Bun­des­tag­s­par­teien uni­sono in ihren Wahl­kampf­kon­zep­ten für die Abschaf­fung der Abgel­tung­steuer stark. Das ergab eine Ana­lyse der steu­er­li­chen Wahl­kampf­kon­zepte durch Ebner Stolz. Dass sich diese For­de­rung im Wahl­kampf­kon­zept der Lin­ken befin­det, mag kaum zu ver­wun­dern; doch auch CDU, SPD und Grüne wol­len das Aus der pau­scha­len Steuer und den Weg zurück zur indi­vi­du­el­len Ein­kom­mens­be­steue­rung von Kapi­ta­l­er­trä­gen.

Taxo­mat-Nut­zer für Bei­be­hal­tung der Abgel­tung­steuer

Die For­de­rung nach der Abschaf­fung der Abgel­tung­steuer ver­wun­dert umso mehr, als sich immer­hin knapp 58 Pro­zent der Befrag­ten des Ebner Stolz Taxo­mats für deren Bei­be­hal­tung aus­sp­re­chen. 35 Pro­zent der Befrag­ten for­dern das Aus der Abgel­tung­steuer und die rest­li­chen 7 Pro­zent haben zu die­ser Frage keine Mei­nung.

Glaubt man den For­de­run­gen der Par­teien, dürfte eine Abschaf­fung der Abgel­tung­steuer in der kom­men­den Legis­la­tur­pe­riode sehr wahr­schein­lich sein. „Dann dürfte aber inten­siv zu klä­ren sein, wie Kapi­ta­l­ein­künfte künf­tig zu ver­steu­ern sind“, gibt Manuela Wän­ger, Steu­er­be­ra­te­rin und Part­ne­rin bei Ebner Stolz in Stutt­gart zu beden­ken. Geht es um Divi­den­den, wer­den diese bereits auf Ebene der Kapi­tal­ge­sell­schaft besteu­ert. Eine noch­ma­lige voll­stän­dige Besteue­rung auf Ebene des Anteils­eig­ners würde zu einer Dop­pel­be­steue­rung füh­ren. „Diese Kas­ka­den­be­steue­rung wäre wirt­schafts­po­li­tisch ein Desas­ter“, res­u­miert Wän­ger. Steu­er­sys­te­ma­tisch wei­t­aus unpro­b­le­ma­ti­scher wäre die Abschaf­fung der Abgel­tung­steuer bei den Zin­sen. Absch­lie­ßend führt sie aus, dass gegen eine umfas­sende Ein­kom­mens­be­steue­rung der Zin­sen aber der­zeit das nie­d­rige Zins­ni­veau spricht.

Pres­se­kon­takt

Dr. Ulrike Höreth
Ebner Stolz
Kro­nen­straße 30
70174 Stutt­gart
Tel. +49 711 2049-1371
ulrike.hoe­re­th@eb­ner­stolz.de

Unter­neh­mens­kon­takt

Manuela Wän­ger
Ebner Stolz
Kro­nen­straße 30
70174 Stutt­gart
Tel.+49 711 2049-1322
manuela.waen­ger@eb­ner­stolz.de

Über Ebner Stolz

Ebner Stolz ist eine der größ­ten unab­hän­gi­gen mit­tel­stän­di­schen Bera­tungs­ge­sell­schaf­ten in Deut­sch­land und gehört zu den Top Ten der Bran­che. Das Unter­neh­men ver­fügt über jahr­zehn­te­lange fun­dierte Erfah­rung in Wirt­schafts­prü­fung, Steu­er­be­ra­tung, Rechts­be­ra­tung und Unter­neh­mens­be­ra­tung. Die­ses breite Spek­trum bie­ten rund 1.300 Mit­ar­bei­ter in dem für sie typi­schen mul­ti­dis­zi­p­li­nä­ren Ansatz in allen wesent­li­chen deut­schen Groß­s­täd­ten und Wirt­schafts­zen­t­ren an. Als Markt­füh­rer im Mit­tel­stand bet­reut das Unter­neh­men über­wie­gend mit­tel­stän­di­sche Indu­s­trie-, Han­dels- und Dienst­leis­tungs­un­ter­neh­men aller Bran­chen und Grö­ß­en­ord­nun­gen.

Län­der­über­g­rei­fende Prü­fungs- und Bera­tungs­auf­träge führt Ebner Stolz zusam­men mit Part­nern von Nexia Inter­na­tio­nal durch, welt­weit eines der zehn größ­ten Netz­werke von Bera­tungs- und Wirt­schafts­prü­fungs­un­ter­neh­men. Ebner Stolz ist über Nexia in über 115 Län­dern mit mehr als 650 Büros ver­t­re­ten.



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