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Anzeigepflichten für Steuerberater über internationale Steuersparmodelle

Auf EU-Ebene ist vorgesehen, Berater dazu zu verpflichten, die Finanzbehörden über bestimmte bei ihren Mandanten eingesetzte Steuersparmodelle zu unterrichten. In Deutschland dürfte eine Eins-zu-eins-Umsetzung nicht möglich sein.

Am 13.3.2018 besch­loss der Rat der EU, reprä­sen­tiert durch die Finanz­mi­nis­ter der EU-Mit­g­lied­staa­ten, den Ent­wurf ein­er­Richt­li­nie zur Ein­füh­rung einer EU-wei­ten Mel­depf­licht u. a. für Steu­er­be­ra­ter, Rechts­an­wälte, Wirt­schafts­prü­fer und Bank­be­ra­ter über grenz­über­sch­rei­tende Steu­er­spar­mo­delle (s. auch Pres­se­mit­tei­lung des Rats vom 13.3.2018 ). Dem­nach sol­len die Bera­ter Infor­ma­tio­nen über Steu­er­spar­mo­delle, mit denen durch Finanz­trans­ak­tio­nen oder Ein­künf­te­ver­la­ge­run­gen ins Aus­land Steu­ern ver­mie­den oder hin­ter­zo­gen wer­den, an die natio­na­len Behör­den unter Angabe der Namen der diese Modelle nut­zen­den Man­dan­ten mel­den müs­sen. Diese Infor­ma­tio­nen sol­len in den grenz­über­sch­rei­ten­den Infor­ma­ti­ons­aus­tausch zwi­schen den Staa­ten ein­be­zo­gen wer­den.

Hin­weis

Die EU-Staa­ten sol­len bis 31.12.2019 ent­sp­re­chende natio­nale Rege­lun­gen schaf­fen, die ab 1.7.2020 anzu­wen­den sind. Da es den Ange­hö­ri­gen der betrof­fe­nen Berufs­grup­pen in Deut­sch­land auf Grund ihrer berufs­recht­li­chen Ver­schwie­gen­heitspf­licht unter­sagt ist, Infor­ma­tio­nen über ihre Man­dan­ten an Dritte wei­ter­zu­ge­ben, soll hier die Anzei­gepf­licht den Steu­er­zah­ler selbst tref­fen.



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