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Grunderwerbsteuer bei Gesellschafterwechsel nach § 1 Abs. 2a GrEStG sofort abzugsfähig

BFH 2.09.2014, IX R 50/13

Gehen innerhalb von fünf Jahren mindestens 95 % der Anteile an einer grundstücksbesitzenden Personengesellschaft auf neue Gesellschafter über, wird dieser Gesellschafterwechsel der Übereignung der gehaltenen Grundstücke auf eine neue Personengesellschaft gleichgestellt, so dass dadurch Grunderwerbsteuer ausgelöst wird. Der BFH hatte nun zu klären, ob die Grunderwerbsteuer zu den Anschaffungskosten der erworbenen Anteile zu rechnen ist oder sich sogleich ertragsteuermindernd auswirkt.

Grun­d­er­werb­steuer, die bei einer grund­be­sit­zen­den Fonds­ge­sell­schaft nach § 1 Abs. 2a GrEStG wegen Ände­rung des Gesell­schaf­ter­be­stan­des anfällt, ist laut Urteil des BFH vom 2.09.2014 (Az. IX R 50/13) nicht den Anschaf­fungs­kos­ten hin­zu­zu­rech­nen, son­dern - im Streit­fall als Wer­bungs­kos­ten - sofort abzugs­fähig.

Hin­weis

Damit zieht der BFH eine Paral­lele zu dem bereits ent­schie­de­nen Fall des Abzugs von Grun­d­er­werb­steuer auf Grund einer Anteils­ve­r­ei­ni­gung nach § 1 Abs. 3 Nr. 1 GrEStG (BFH-Urteil vom 20.04.2011, Az. I R 2/10, BStBl. II 2011, S. 761).

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