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Finanzverwaltung zu Teilwertabschreibungen

Mit dem am 17.1.2014 veröff­ent­lich­ten Ent­wurf ei­nes Schrei­bens zu Teil­wert­ab­schrei­bun­gen er­setzt das BMF die zu die­sem Thema bis­lang er­gan­ge­nen Ver­wal­tungs­an­wei­sun­gen und nimmt Stel­lung zur ak­tu­el­len BFH-Recht­spre­chung.

In dem Ent­wurfs­schrei­ben vom17.1.2014 schließt sich die Fi­nanz­ver­wal­tung der Auf­fas­sung des BFH (Ur­teil vom 8.6.2011, Az. I R 98/10) an, dass bei fest­ver­zins­li­chen Wert­pa­pie­ren, die bei Fällig­keit zum Nenn­wert ein­gelöst wer­den, trotz an­dau­ern­dem nied­ri­ge­rem Börsen­kurs nur eine Teil­wert­ab­schrei­bung auf 100 % des Nenn­werts zulässig ist. Bei börsen­no­tier­ten Ak­tien ist eine Teil­wert­ab­schrei­bung nur dann vor­zu­neh­men, wenn

  • der Börsen­wert zum Bi­lanz­stich­tag un­ter den zum Zeit­punkt des Ak­ti­en­er­werbs ge­sun­ken ist,
  • der Kurs­ver­lust die Ba­ga­tell­grenze von 5 % der No­tie­rung bei Er­werb über­schrei­tet und
  • der Kurs sich bis zur Bi­lanz­auf­stel­lung nicht wie­der er­holt (wohl ent­ge­gen BFH, wo­nach die Kurs­ent­wick­lung bis zur Bi­lanz­auf­stel­lung nicht als wert­er­hel­len­des Er­eig­nis zu berück­sich­ti­gen ist, Ur­teil vom 21.9.2011, Az. I R 89/10).
Be­fin­den sich die Ak­tien im Um­lauf­vermögen, ist die Ba­ga­tell­grenze nicht an­zu­wen­den.
Bei For­de­run­gen, bei de­nen am Bi­lanz­stich­tag mit über­wie­gen­der Wahr­schein­lich­keit nur mit einem teil­wei­sen Zah­lungs­ein­gang zu rech­nen ist, ist eine ent­spre­chende Teil­wert­ab­schrei­bung un­ge­ach­tet wi­der Er­war­ten bis zur Bi­lanz­er­stel­lung ein­geräum­ter Si­cher­hei­ten vor­zu­neh­men.

Hinweis

Laut Ent­wurf sol­len die Re­ge­lun­gen des Schrei­bens bei erst­ma­li­ger Steu­er­fest­set­zung spätes­tens in der ers­ten Bi­lanz, die mit Bi­lanz­stich­tag nach dem 22.10.2012 auf­zu­stel­len ist, an­zu­wen­den sein.

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