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Buchwertübertragung zwischen Schwesterpersonengesellschaften?

Wird ein Wirt­schafts­gut unent­gelt­lich oder gegen Gewäh­rung von Gesell­schafts­rech­ten aus dem Betriebs­ver­mö­gen in ein ande­res Betriebs­ver­mö­gen des­sel­ben Gesell­schaf­ters einer Per­so­nen­ge­sell­schaft über­tra­gen, sind die stil­len Reser­ven des Wirt­schafts­guts nicht auf­zu­de­cken, so dass der Vor­gang steu­er­neu­tral erfolgt. Ent­sp­re­chen­des gilt für den Fall der Über­tra­gung aus dem Son­der­be­triebs­ver­mö­gen eines Gesell­schaf­ters in das Gesamt­hands­ver­mö­gen der­sel­ben Per­so­nen­ge­sell­schaft oder umge­kehrt, sowie für den Fall der Über­tra­gung zwi­schen den Son­der­be­triebs­ver­mö­gen ver­schie­de­ner Gesell­schaf­ter der­sel­ben Per­so­nen­ge­sell­schaft (§ 6 Abs. 5 Satz 3 EStG). Von der gesetz­li­chen Rege­lung ist hin­ge­gen der Fall der Über­tra­gung des Wirt­schafts­guts aus dem Betriebs­ver­mö­gen einer Per­so­nen­ge­sell­schaft in das Betriebs­ver­mö­gen einer ande­ren Per­so­nen­ge­sell­schaft mit iden­ti­schen Gesell­schaf­tern nicht erfasst.

Der IV. Senat des BFH bejaht den­noch die Mög­lich­keit einer steu­er­neu­tra­len Über­tra­gung, indem er den Geset­zes­wort­laut ent­sp­re­chend weit aus­legt. Der I. Senat des BFH lehnt dies mit Ver­weis auf den kla­ren Geset­zes­wort­laut ab.

Wegen die­ser Diver­genz inn­er­halb der Recht­sp­re­chung des BFH wurde damit gerech­net, dass der Große Senat des BFH ange­ru­fen wer­den würde. Der I. Senat schlägt nun aber einen ande­ren Weg ein und legt mit Beschluss vom 10.4.2013 (Az. I R 80/12) dem BVerfG die gesetz­li­che Rege­lung zur Über­prü­fung vor, weil er Zwei­fel an der Ver­ein­bar­keit mit den ver­fas­sungs­recht­li­chen Vor­ga­ben hat. § 6 Abs. 5 Satz 3 EStG könnte nach sei­ner Ansicht gegen den Gleich­heits­grund­satz ver­sto­ßen.

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