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Nexia Ebner Stolz

Wirtschaftsprüfung & Steuerberatung

„Nach der Ausbildung wollte ich fachlich tiefer einsteigen“

Simone Dötsch arbeitet seit 2007 für Ebner Stolz in Reutlingen. Begonnen hat die 30-Jährige als Auszubildende. Mittlerweile ist Dötsch dort als Steuerberaterin tätig.

Interview Simone Dötsch

Was hat Sie im Jahr 2007 moti­viert, den Beruf der Steu­er­­fach­an­­ge­s­­tel­l­­ten zu erg­­rei­­fen?
Ich hatte damals ein Schü­l­er­­prak­­ti­kum wäh­­rend mei­­ner Real­­schu­l­zeit gemacht. Da durfte ich in der Steu­er­be­ra­­tung schon direkt Daten erfas­­sen und prak­­tisch tätig wer­­den. Dadurch habe ich einen schö­­nen ers­­ten Ein­­blick in den Beruf bekom­­men und dann war für mich klar: Ich möchte Steu­er­­fach­an­­ge­s­­tellte wer­­den. Der Umgang mit Zah­­len hat mich von Anfang an begeis­­tert und auch die Arbeit mit den Man­dan­­ten.

Womit haben Sie sich wäh­­rend Ihrer Aus­­­bil­­dung und unmit­­­tel­­bar danach beschäf­­tigt?

Wäh­­rend der Aus­­­bil­­dung habe ich vor allem den lang­­jäh­ri­­gen Mit­­ar­bei­­tern zuge­ar­bei­­tet. Da ging es um Finan­z­buch­­füh­rung sowie Lohn- und Jah­­res­ab­­schlus­­ser­­s­tel­­lung, also The­­men, die im All­­tag der Steu­er­be­ra­­tung auf­­­kom­­men.

2013 und 2014 haben Sie eine Wei­­ter­­bil­­dung zur Steu­er­­fach­wir­­tin gemacht. Wie lief das ab?

Eigen­t­­lich war ich ja nach der Aus­­­bil­­dung schon fit für die Pra­­xis. Aber es gab da Gren­­zen bei den fach­­li­chen The­­men, wes­halb ich mich für die Wei­­ter­­bil­­dung ent­­­schie­­den habe. Das fand berufs­be­g­­lei­­tend statt – neben mei­­ner Vol­l­zeit­tä­­ti­g­keit für Ebner Stolz. Die Aus­­­bil­­dung lief frei­­tags und sams­­tags – alle zwei Wochen. Das hat Ebner Stolz alles super mög­­lich gemacht und auch die für mich ver­­an­t­wor­t­­li­chen Par­t­­ner haben das mit­­­ge­tra­­gen. Ein­ein­halb Jahre ging der Kurs und im Dezem­ber 2014 habe ich dann die Prü­­fung in der Steu­er­be­ra­­ter­­kam­­mer bestan­­den. Die Auf­­­ga­­ben an sich haben sich danach nicht so stark ver­­än­­dert, aber ich konnte die The­­men bes­­ser und tie­­fer ver­­s­te­hen. Des­halb bekam ich mehr Eigen­ver­­an­t­wor­­tung und konnte mich dadurch auch per­­sön­­lich stark ent­­wi­­ckeln.

Dann haben Sie ja im ver­gan­ge­nen Jahr auch noch das Steu­er­be­ra­­ter­ex­a­­men gemacht. Wie haben Sie sich dar­­auf vor­­be­­rei­­tet?

Vor­­be­­rei­­tet habe ich mich bei der Steu­er­be­ra­­ter­­kam­­mer. Da habe ich frei­­tags und sams­­tags über ein Jahr lang einen Woche­n­en­d­kurs besucht. Ab Februar 2017 habe ich zusät­z­­lich zum Kam­­mer-Kurs den Knoll-Fern­klau­­su­­ren­kurs absol­viert. Das bedeu­­tete ins­­ge­s­­amt: jede Woche eine Klau­­sur. Seit Juni 2017 war ich für vier Monate von der Arbeit frei­­ge­s­­tellt. Zwei Wochen habe ich in Stut­t­­gart am Knoll-Inten­­si­v­kurs teil­­ge­­nom­­men und bis Oktober wei­­ter flei­­ßig Klau­­su­­ren geschrie­­ben und gelernt. Im Oktober habe ich dann die Prü­­fung absol­viert.

Sind Sie mit dem Erge­b­­nis zufrie­­den?
Momen­­tan bin ich super glück­­lich. Ich hätte nicht mit dem Erfolg in der Prü­­fung gerech­­net, das war eine Menge Druck. Der Weg über die reine Pra­­xis zum Steu­er­be­ra­­ter ist ja schon nicht ganz üblich, da ist Schei­­tern eine echte Mög­­li­ch­keit. Wenn mich meine Vor­­­ge­­set­z­­ten und Par­t­­ner nicht so unter­­stützt und gepusht hät­­ten, hätte ich das Ganze nicht geschafft. Ich möchte mich jetzt in mei­­ner neuen Rolle fes­­ti­­gen.

Was macht Ihnen eigen­t­­lich am meis­­ten Spaß am Beruf der Steu­er­be­ra­­te­rin?
Ich bekomme in ver­­­schie­­dene Bran­chen Ein­­blick und arbeite mit ganz unter­­schie­d­­li­chen Man­dan­­ten zusam­­men. Die Man­dan­­ten beg­­leite ich in ihrem ganz nor­­ma­­len beruf­­li­chen All­­tag. Dadurch bekomme ich einen tie­­fen Ein­­blick darin, wie sich zum Bei­­spiel eine wech­­selnde Kon­jun­k­­tur in Bran­chen und Unter­­neh­­men wi­­der­­spie­­gelt.

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