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Steuerberatung

Grundsteuerreform - eigene Modelle in Baden-Württemberg und Sachsen

Ab dem 1.1.2025 wird die Grundsteuer auf Basis neuer Grundstücksbewertungen erhoben. Ende 2019 wurde dazu auf Bundesebene eine Grundsteuerreform verabschiedet. Die darin enthaltene Öffnungsklausel, wonach die Bundesländer eigene Grundsteuermodelle umsetzen können, wird nun von den ersten Ländern genutzt.

Das Kabi­nett in Baden-Würt­tem­berg hat am 28.7.2020 einen eige­nen Ent­wurf für ein Lan­des­grund­steu­er­ge­setz ver­ab­schie­det (s. dazu auch Pres­se­mit­tei­lung vom 28.7.2020). Nach dem baden-würt­tem­ber­gi­schen Modell einer „Boden­wert­steu­er“ soll die Grund­steuer anhand der Grund­stücks­fläche und des Boden­richt­werts berech­net wer­den. Auch die Nut­zung des Grund­stücks soll eine Rolle spie­len: Um Woh­nen im Durch­schnitt nicht zu verteu­ern, ist ein Abschlag bei einer Nut­zung zu Wohn­zwe­cken geplant. Auf die Gebäu­de­fläche soll es hin­ge­gen nicht ankom­men.

Am 14.7.2020 hatte das Kabi­nett in Sach­sen bereits ein Säch­si­sches Gesetz zur Umset­zung der Grund­steu­er­re­form zur Anhör­ung frei­ge­ge­ben. Ans­telle der für alle Nut­zungs­ar­ten ein­heit­li­chen Steu­er­mess­zahl von 0,34 Pro­mille beim Bun­des­mo­dell sol­len in Sach­sen 0,36 Pro­mille für Wohn­grund­stü­cke und 0,72 Pro­mille für Geschäfts­grund­stü­cke gel­ten. Bei der Wer­t­er­mitt­lung, der Grund­steuer A (land- und forst­wirt­schaft­li­ches Ver­mö­gen) und bei unbe­bau­ten Grund­stü­cken soll es hin­ge­gen keine Abwei­chun­gen vom Bun­des­mo­dell geben.

Hin­weis

Andere Län­der haben eben­falls bereits ange­kün­digt, bei der Grund­steuer eigene Wege gehen zu wol­len. Dazu zäh­len Bay­ern, auf des­sen Drän­gen hin die Öff­nungs­klau­sel in das Grund­steu­er­re­form­ge­setz auf­ge­nom­men wor­den war, ebenso wie Ham­burg, Hes­sen und Nie­der­sach­sen.

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