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Umsatzsteueroption in Grundstückskaufverträgen

Gehen die Vertragsparteien eines Grundstückskaufvertrags zwar von einer Geschäftsveräußerung im Ganzen aus, soll aber für den Fall der Umqualifizierung in eine umsatzsteuerbare Grundstücksveräußerung zur Umsatzsteuerpflicht optiert werden, ist - so das BMF - die Option vorsorglich, im Übrigen aber unbedingt im notariellen Grundstückskaufvertrag zu erklären.

Auch wenn die Par­teien eines Grund­stücks­kauf­ver­trags davon aus­ge­hen, dass es sich um eine nicht umsatz­steu­er­bare Geschäfts­ve­r­äu­ße­rung im Gan­zen han­delt, wird in dem Kauf­ver­trag oft­mals eine Hilfs­klau­sel auf­ge­nom­men, wonach der Ver­äu­ße­rer zur Umsatz­steu­erpf­licht für den Fall optiert, dass die Finanz­ver­wal­tung das Vor­lie­gen einer Geschäfts­ve­r­äu­ße­rung im Gan­zen vern­eint und statt des­sen eine umsatz­steu­er­f­reie Grund­stücks­ve­r­äu­ße­rung annimmt. Durch die Option zur Umsatz­steu­erpf­licht soll sei­tens des Ver­äu­ße­rers eine Vor­steu­er­be­rich­ti­gung inn­er­halb des zehn­jäh­ri­gen Berich­ti­gungs­zei­traums ver­mie­den wer­den.

Laut Sch­rei­ben der OFD Frank­furt/Main vom 11.3.2013 (Az. S 7198 A - 25 - St 111) wirkt eine bedingte Option jedoch nicht bereits im Zeit­punkt des Ver­trags­schlus­ses und führt somit nicht zur Umsatz­steu­erpf­licht der Grund­stücks­ve­r­äu­ße­rung. Die­ses Ergeb­nis wird nur mit einer unbe­ding­ten Option erzielt.

Dies bestä­tigt nun das BMF mit Sch­rei­ben vom 23.10.2013 (Az. IV D 3 - S 7198/12/10002). Wird die Option vor­sor­g­lich für den Fall der Umqua­li­fi­zie­rung in eine umsatz­steu­er­bare Grund­stücks­ve­r­äu­ße­rung, im Übri­gen aber unbe­dingt im nota­ri­el­len Grund­stücks­kauf­ver­trag ver­ein­bart, wird diese bereits mit Ver­trags­schluss wirk­sam.

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