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EuGH-Vorlagen zu den Voraussetzungen der umsatzsteuerlichen Organschaft

Nach deut­schem Um­satz­steu­er­ge­setz kann nur eine ju­ris­ti­sche Per­son Or­gan­ge­sell­schaft ei­ner um­satz­steu­er­li­chen Or­gan­schaft sein. We­gen Zwei­feln, ob diese Vor­gabe und zu­dem eine wei­tere von der deut­schen fi­nanz­ge­richt­li­chen Recht­spre­chung ent­wi­ckelte Vor­aus­set­zung mit den Be­stim­mun­gen auf EU-Ebene ver­ein­bar ist, rief der BFH den EuGH zu Vor­ab­ent­schei­dung an.

Mit den Be­schlüssen vom 11.12.2013 (Az. XI R 17/11, XI R 38/12) legt der BFH dem EuGH die Frage zur Vor­ab­ent­schei­dung vor, ob auf Grund der EU-recht­li­chen Vor­ga­ben auch eine Toch­ter­ge­sell­schaft in der Rechts­form ei­ner Per­so­nen­ge­sell­schaft als Or­gan­ge­sell­schaft ei­ner um­satz­steu­er­li­chen Or­gan­schaft an­zu­er­ken­nen ist. Nach deut­schem Um­satz­steu­er­ge­setz kann nur eine ju­ris­ti­sche Per­son Or­gan­ge­sell­schaft sein (§ 2 Abs. 2 Nr. 2 Satz 1 UStG).

Zu­dem ist über die Richt­li­ni­en­kon­for­mität der durch die BFH-Recht­spre­chung ent­wi­ckel­ten Vor­aus­set­zung zu ent­schei­den, dass für die or­gan­schaft­li­che Ein­glie­de­rung ein Über- und Un­ter­ord­nungs­verhält­nis zwi­schen dem Or­ganträger und der Or­gan­ge­sell­schaft er­for­der­lich ist.

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